Ermittler fanden tausende Missbrauchsbilder: Nun wurde Meghans 82-jähriger Vater in Florida festgenommen.
Nach Schock-FundFBI nimmt Meghans Vater fest

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Schock für Herzogin Meghan: Ihr Vater wurde verhaftet. (Archivbild)
Zugriff am Freitagmorgen: Die US-Bundespolizei FBI hat Thomas Markle Senior festgenommen, und zwar in einer Pflegeeinrichtung im US-Bundesstaat Florida. Die britische Tageszeitung „Daily Mail“ beruft sich auf Informanten. Laut ihrem Bericht schlugen die Einsatzkräfte in der Residenz Maravida Senior Living in Lakeland zu.
Die Ermittlungen gegen den 82 Jahre alten Vater von Herzogin Meghan drehen sich um den Besitz von Darstellungen sexualisierter Gewalt gegen Kinder. Kurz nach 9 Uhr führten die Beamten den ehemaligen Hollywood-Lichttechniker in Handschellen aus dem Gebäude. Markle ist gehbehindert. Sanitäter brachten ihn anschließend in einen Rettungswagen.
Ein Journalist wollte von ihm wissen, ob er pädophil sei. Markles leise Antwort: „Nein“. Ob er entsprechendes kinderpornografisches Material gesammelt habe? Dazu sagte er nichts.
Tausende Dateien: Die Spur führt auf die Philippinen und nach Mexiko
Hinter der Festnahme in den USA steckt ein Ermittlungsverfahren, das sich über mehrere Länder erstreckt. Der Zugriff in Florida ist sein vorläufiger Höhepunkt. Ins Rollen brachte den Fall ausgerechnet Markles eigener Sohn, Thomas Markle Junior. Er hatte den Behörden zunächst Material übergeben, das früher seinem Vater gehörte und in dessen ehemaligem Wohnort Cebu gefunden worden war. Im Vormonat informierte er dann die philippinische Polizei und das FBI.
Nach Angaben der philippinischen Behörden geht es um mehr als 7000 Fotos und ein Video. Darauf sollen Minderjährige im Alter von zehn Jahren und älter zu sehen sein. Jonvic Remulla, Minister für Inneres und Kommunalverwaltung der Philippinen, sprach in Manila von den „abscheulichsten Zurschaustellungen von Straflosigkeit gegenüber sexuellen Aktivitäten“, die ihm je begegnet seien. Zudem gebe es „Anzeichen dafür, dass auch der Sohn an der Tat beteiligt ist“. Remulla stellte allerdings klar, dass Thomas Markle Junior derzeit nicht als Tatverdächtiger eingestuft wird.
Wenig später rückten in Mexiko Spezialeinheiten der Guardia Nacional an. Ihr Ziel: eine Lagereinheit, die Thomas Markle im Küstenort Rosarito nahe der US-Grenze angemietet hatte. Auch dort stellten die Einsatzkräfte weitere verdächtige Beweismittel sicher. Thomas Markle Junior blickt mit Sorge auf die weiteren Ermittlungen. Der Zeitung „The Sun“ sagte er: „Ich fürchte mich bei dem Gedanken daran, was das FBI noch finden könnte, besonders nach dem, was bereits auf den Philippinen und in Mexiko entdeckt wurde.“
Scotland Yard in der Kritik: Hinweise aus 2019 blieben liegen
Zunehmend unter Druck geraten in dem Fall auch die britischen Sicherheitsbehörden. Schon 2019 lag der Londoner Metropolitan Police ein Schreiben von Markles Ex-Frau vor, in dem Missbrauchsvorwürfe erhoben wurden. Das berichtet die Zeitung „The Telegraph“. Inzwischen hat Scotland Yard eingeräumt: Die Hinweise aus dem Brief wurden damals nicht an Partnerbehörden im Ausland weitergeleitet.
Auch die Herzogin von Sussex bekam seinerzeit eine Kopie des Briefes, ausgehändigt von einem Personenschützer. Der kündigte interne Ermittlungen an und riet ihr davon ab, die Angelegenheit öffentlich zu machen. Wer dieser Beamte war, versucht die Londoner Polizei derzeit zu klären.
Gegenüber dem „Telegraph“ bemängelte ein Sprecher aus dem Umfeld der Herzogin die ausbleibende Kommunikation mit der Polizei: „Die Met hat sich nicht gemeldet, um um unsere Hilfe zu bitten. Sie hatten das Büro der Herzogin kontaktiert, um eine Kopie des Briefes anzufordern, als dessen Existenz erstmals bekannt wurde, haben sich seither aber nicht mehr gemeldet.“
Bevor Thomas Markle im Frühjahr nach Florida zog, hatte er viele Jahre in Mexiko sowie auf den Philippinen gelebt. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für ihn die Unschuldsvermutung. (red)
