Freiheits-Krimi im Königshaus: Marius Borg Høiby hofft auf ein Leben ohne Fessel, will anpacken – kassiert auf dem Jobmarkt aber nur Abfuhren.
Freiheit futsch, Absage-Frust purKeiner will Mette-Marits Sohn Marius

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Marius Borg Høiby
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Das Hoffen und Bangen am Osloer Fjord reißt nicht ab. Für Marius Borg Høiby blitzte zum Wochenstart ein winziger Hoffnungsschimmer auf: Das Amtsgericht in Oslo entschied am Montag, den ältesten Sohn von Königin Mette-Marit aus der Untersuchungshaft zu entlassen.
Seine Verteidiger Daniel Storrvik und Alexander Greaker hatten vehement argumentiert, dass das Festhalten schlichtweg nicht mehr zu rechtfertigen sei. Doch das Aufatmen erstickte fast augenblicklich im Keim.
Die Staatsanwaltschaft grätschte noch am selben Tag dazwischen. Polizeianwältin Oda Karterud legte sofortige Beschwerde ein und forderte, die Entlassung vorerst auf Eis zu legen. Das Gericht gab nach: Die elektronische Fußfessel bleibt dran. Jetzt muss das Berufungsgericht Borgarting das finale Machtwort sprechen, ob Marius das Schlossareal Skaugum endlich verlassen darf oder weiter im juristischen Würgegriff verharrt.
Harte Kontrollen statt lockeres Leben
Selbst wenn die Richter ihm grünes Licht geben, ist der Weg zurück in den Alltag steinig. Marius müsste sich in diesem Fall regelmäßig bei den Ermittlern melden und strikte Alkohol- sowie Drogentests über sich ergehen lassen. Einziger Trost: Die quälende Beschränkung auf sein Wohnhaus samt Terrasse wäre Geschichte.
Parallel zur Justiz-Schlammschlacht türmt sich vor dem 29-Jährigen eine weitere Mauer auf: die Rückkehr ins Berufsleben. Marius will arbeiten, zeigt sich willig – doch der Markt schlägt die Tür vor seiner Nase zu. Vier Wochen nach der Ankündigung seiner Anwälte, zeitnah etwas zu finden, herrscht gähnende Leere.
Bewerbungen laufen ins Leere
Wie die Zeitung „Nettavisen“ enthüllt, scheitert der Neustart an ganz konkreten Hürden. Anwalt Storrvik räumte ein, dass die Suche extrem schwierig sei. Marius besitzt keinen Führerschein, Skaugum ist verkehrstechnisch abgeschnitten, Busse und Bahnen fahren spärlich.
Vor allem aber wiegt die Vergangenheit schwer: Durch die Verurteilung wegen gravierender Delikte in erster Instanz ist sein Ruf komplett ramponiert. Laut seinem Verteidiger schrumpfen die Chancen durch den massiven Wirbel um seine Person gen Null. Ob schon dicke Absagebriefe eingetrudelt sind, bleibt vorerst sein Geheimnis. (jag)
