Kaya Yanar trauert: Bei der Erdbeben-Katastrophe in der Türkei hat der Comedian acht Familienmitglieder verloren.
Erdbeben-KatastropheKaya Yanar trauert um acht Familienmitglieder – Schilderung geht ans Herz
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Kaya Yanar durchlebt momentan wohl eine der härtesten Phasen seines Lebens. Bei der Erdbeben-Katastrophe im syrisch-türkischen Grenzgebiet hat der Comedian mehrere Familienmitglieder verloren.
„Wir haben leider insgesamt acht Todesfälle in der Großfamilie zu beklagen. Darunter 3 Teenager“, schrieb der Deutsche mit türkischen Vorfahren am Montag (20. Februar 2023) auf Facebook.
Kaya Yanar beschreibt schreckliche Zustände in der Türkei
Der Rest der Familie, die im mit am heftigsten von den Erdbeben zerstörten Antakya lebte, sei inzwischen aus der Stadt geflohen. „Dort gibt es nichts mehr für sie. Alle ihre Wohnungen sind baufällig oder zerstört.“
Zuflucht finden 16 Verwandte aktuell in Antalya, wo Yanars Mutter eine Bleibe organisiert hat. Sie würden dort zwar wie „Ölsardinen auf dem Boden“ schlafen – aber das seien im Vergleich mit vielen anderen Betroffenen „Luxusprobleme“. „Sie haben es warm, es gibt Essen und sie haben ein Dach über dem Kopf“, so der 49-Jährige.
Trotzdem hätten auch sie mit der Situation zu kämpfen. Yanars Ausführungen machen betroffen: „Sie sind einfach traumatisiert. Meist starren sie ins Leere oder weinen unkontrolliert. Die Kinder schreien nachts immer wieder auf, haben Albträume. Die ersten Stunden harrten sie alle auf der Straße an einem Lagerfeuer oder in Autos aus. Leichen lagen in Säcken oder Teppichen ein paar Meter neben ihnen.“
Ein Onkel aus Antakya, der inzwischen in Deutschland angekommen sei, habe von zerquetschten Körpern und Schreien aus den Trümmern erzählt. „Der absolute Horror.“
Kaya Yanar sammelt weiter Spenden für Erdbeben-Opfer
Gegen Ende seines emotionalen Postings lässt Yanar die Gedanken schweifen: „Wie wäre mein Leben in Antakya abgelaufen? Vielleicht hätte ich die letzten Tage unter den Trümmern der Heimatstadt meiner Eltern nach Hilfe geschrien.“Hier sehen Sie den Facebook-Post von Kaya Yanar:
Der gebürtige Frankfurter sei seinen Eltern dankbar, dass sie vor Jahrzehnten aus Antakya nach Deutschland gekommen seien. „Auch wenn sie ihre Probleme hatten, so konnte ich ziemlich einfach in die Gesellschaft starten.“
Zurück in der Gegenwart spricht Yanar von einem „gebrochenen Herzen“. Unter seine „Tränen der Trauer“ mischten sich aber auch „Tränen der Dankbarkeit“ – wegen der Solidarität und Hilfsbereitschaft. „Wir haben alle unsere unterschiedlichen Staaten, Kulturen und Religionen, die uns trennen. Aber es gibt auch das Menschliche, das uns alle verbindet.“
Weil die mediale Aufmerksamkeit jedoch nachlasse, werde er weiter Spenden sammeln – und unter anderem an „Ärzte ohne Grenzen“ spenden. (sal)
