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„Honk-Art“ Ballermann-Sänger glaubt selbst kaum, womit er jetzt Geld verdient

HonkArt

Jürgen Kadel alias Honk mit einem seiner neuen Werke.

Limburg – Ballermann-Sänger können auch kreativ sein...

Und buchstäblich Künstler! Jürgen Kadel (47), alias HONK!, ist dafür in der Corona-Krise aktuell das beste Beispiel.

Denn aus der Not machte der Mallorca-Sänger, seit 2017 in seiner Rolle mit Songs wie „Hallo Helmut“ und „Anna Lena“ an der Playa am Start, eine Tugend. Der Limburger ist jetzt der Corona-Warhol...

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„Hätte man mir vor vier Monaten erzählt, dass ich mit Kunst Geld verdienen könnte, hätte ich das nicht glauben wollen“, beginnt der Maler das EXPRESS-Gespräch.

Keine Auftritte, keine Buchungen, null Einnahmen. Die Musik fiel als Einnahmequelle flach und so hatte und hat Kadel daheim viel Zeit, um seiner großen Liebe, der Malerei, der er hobbymäßig seit dem 10. Lebensjahr nachgeht, zu frönen.

Als seine Partnerin ihn im August spontan bat, mal wieder ein neues Bild zu malen, kam Honk! die Idee, das doch mal auf seinem Instagram-Profil zu posten.

Mit dem ersten Posting kamen drei Bestellungen

Er erzählt uns: „Die letzten 15 Jahre habe ich keine Zeit mehr richtig fürs Malen gehabt. Ich sagte mir dann: Ok, Ich male einfach ein Bild, das zeigt eine andere Seite von mir und ich habe wieder für Insta einen Post. Daraufhin haben sich plötzlich die ersten drei Bestellungen ergeben. Das war Honktastisch“.

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Honk, wie man ihn seit 2016 auf den Bühnen auf Mallorca kennt. Das Foto entstand 2019 im Megapark.

Die ersten drei Bilder waren gemalt, dann gab es wieder Bestellungen. Grund genug, die Werke auf einer eigenen Seite in den sozialen netzwerken zu pushen. Sogar ein Galerieleiter aus Süddeutschland zählt inzwischen zu den Auftraggebern. Malle-Kollegen wie Oli P., Isi Glück oder sein Mentor Ikke Hüftgold ermutigten Kadel weiter vor die Leinwand zu treten.

Mittlerweile schafft er großformatige Werke von bis zu 1,50 Meter Größe. Wie würde er seinen Popart-Stil selbst beschreiben?

Honk: „Lebensbejahend, positiv. Es sind immer Characters drin, die ich gebaut habe. Zum Beispiel ein Glas Bier, das immer lacht. Corona ist eh schwer genug, da sind Gute-Laune Bilder wichtig. Es ist eine Art Comic-Tattoo-Trash. Weil es kreuz und quer immer aneinander anschließt. Es ist Honk-Art.“

Laufende Kosten durch Kunstarbeiten gedeckt

Während manch andere Musiker immer mehr in finanzielle Nöte geraten sind und jammernd vor den Kameras zetern, verschaffen die Aufträge dem emsigen Kadel etwas Luft in der Corona-Klemme.

Der unverhoffte Künstler hat täglich zu tun: „Die letzten drei Monate konnte ich meine laufenden Kosten decken. Das ist einfach geil. Weil ich es aus Leidenschaft heraus gemacht hab. Aus purem Zufall ergab sich das, was nicht geplant war. Dass ich durch die Musik Geld verdienen durfte, war auch dem Zufall geschuldet.“

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