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Im „Kölner Treff“ erklärt Thomas Anders, warum er Modern Talking mit KI zurückbringt

Thomas Anders sprach im Kölner Treff über 40 Jahre Modern Talking. (Bild: WDR)

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Thomas Anders sprach im Kölner Treff über 40 Jahre Modern Talking. (Bild: WDR)

In den 1980er- und 1990er-Jahren feierten sie gigantische Erfolge: Modern Talking. Zum 40. Geburtstag hat sich eine Hälfte des Duos etwas Besonderes ausgedacht: Thomas Anders bringt die Disco-Kings von einst zurück auf die Bühne.

Karnevalsfan war er mal. „Als Jugendlicher war ich sogar auf einem Wagen“, erzählt Thomas Anders, der immer noch vor allem als eine Hälfte des Pop-Duos Modern Talking bekannt ist. Heute feiert er zwar immer noch Karneval, doch richtig jeck ist er nicht mehr. Karnevalsumzüge - nein danke, sagt er am Freitag als Gast im WDR-Talk „Kölner Treff“.

Er werde zu oft erkannt, man möchte Fotos mit ihm machen, und das sei dann zu stressig für den 62-jährigen, der als Bernd Weidung auf die Welt gekommen ist. Seine Musik, die er einst mit seinem Partner Dieter Bohlen zusammen gemacht hat, läuft aber immer noch auf jeder Karnevalsparty. Das weiß Thomas Anders.

40 Jahre ist es her. Da fing es an mit Modern Talking und Hits wie „You're My Heart, You're My Soul“, „You Can Win If You Want“ oder „Cheri Cheri Lady“. 5,7 Millionen Tonträger verkaufte das Duo allein in Deutschland. Die Fangemeinde war gigantisch.

Thomas Anders berichtet vom längsten Friseurbesuch seines Lebens

40 Jahre Modern Talking - das muss gefeiert werden, sagt Thomas Anders im Gespräch mit den „Kölner Treff“-Moderatoren Susan Link und Micky Beisenherz. Auch wenn Dieter Bohlen nicht involviert ist. Sein Produzent und er hatten die Idee dazu, berichtet Anders: „Wir sagten, wir nehmen das erste Album ganz neu auf. Es wird ganz neu produziert, komplett neu eingesungen. Der Zeitgeist der Musik hat sich ja in den letzten 40 Jahren ein bisschen geändert. Wir haben diese ikonischen Sounds von damals genau nachproduziert, dass man den dynamischen Touch der Jetzt-Zeit hat, aber durch diese Sounds trotzdem in den 1980ern ist.“

Für die Musikfans: Die Songs sind schneller, man nutzt andere Drum-Sounds, die Gitarren klingen etwas anders. Aber die Keyboards sind geblieben. Irgendwie. Und wer sich das neue Album anhört, wird feststellen: Es rumst deutlich mehr als früher. Und das haben die Songs auch verdient.

Doch die Songs klingen nicht nur gut, sie sehen auch gut aus. Dazu haben Thomas Anders und sein Produzent Künstliche Intelligenz genutzt. In einem Video wurde das 40 Jahre jüngere Gesicht von Sänger Thomas Anders in das Gesicht eines jungen Models hineingeschnitten. Denn nach dem Ende von Modern Talking hat sich Anders sehr verändert. Freiwillig.

Er fand einen Friseur in Koblenz, der seiner Mähne zu Leibe rückte. „ich wollte die Haare einfach kürzer haben“, sagt der Künstler. „Das war der längste Friseurbesuch meines Lebens. Es dauerte über drei Stunden.“ Dabei hat er etwa 20 Zentimeter Haare verloren. „Und ich habe mich sauwohl gefühlt. Ich fand das klasse.“

„Ich will die Menschen mit auf eine Zeitreise nehmen“

Mit KI und neuem Mix hat sich Anders inzwischen die ersten sechs von 13 Modern-Talking-Alben vorgenommen. Die sind jetzt alle auf dem Markt. „Und wir sind mit allen in die Top Ten gegangen“, freut sich Thomas Anders.

Und jetzt freut er sich auf die kommende Tournee. „Ich will die Menschen mit auf eine Zeitreise nehmen“, sagt der Sänger. Dabei bringt er viele Modern-Talking-Songs. Aber: „Die 80er gelten immer als das glanzvolle Jahrzehnt, man war sorgenlos, man hatte eine tolle Zeit, man war um einiges jünger. Und ich werde bei der Tour auch ein 80er-Jahre-Medley singen, meine Titel, aber auch die Songs von Kolleginnen und Kollegen, die ich getroffen habe.“

Thomas Anders hat ein Ziel: „Ich will die Menschen unterhalten.“ Und das wird ihm auf seiner Tour mit Sicherheit gelingen. Auch wenn bei dem einen oder anderen Fan von einst die Tolle nicht mehr ganz so üppig ist wie damals. (tsch)

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