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Hinnerk SchönemannGlücklich dank Bettina Tietjen

In „Nord bei Nordwest: Bei Einbruch Mord“ ermittelt Hinnerk Schönemann als Hauke Jacobs zum 31. Mal in der ARD-Reihe.  (Bild: NDR/ARD/Sandra Hoever)

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In „Nord bei Nordwest: Bei Einbruch Mord“ ermittelt Hinnerk Schönemann als Hauke Jacobs zum 31. Mal in der ARD-Reihe. (Bild: NDR/ARD/Sandra Hoever)

Dank der Krimiserien „Nord bei Nordwest“ und „Marie Brand“ zählt Hinnerk Schönemann zu den bekanntesten und beliebtesten Schauspielern des Landes. Sein privates Glück findet er aber weniger im Rampenlicht als in der Ruhe. Und das hat auch mit Moderatorin Bettina Tietjen zu tun.

Seit 2014 begeistert Hinnerk Schönemann Krimifans als schrulliger Ostsee-Polizist Hauke Jacobs in der ARD-Schmunzelkrimireihe „Nord bei Nordwest“. Vergangene Woche war der 30. Fall „Nord bei Nordwest - Das dritte Grab“ im Ersten zu sehen, am Donnerstagabend, 3. September, folgt nun der 31. Film „Nord bei Nordwest - Bei Einbruch Mord“. Schönemanns Fangemeinde ist riesig und scheint stetig weiterzuwachsen, auch wegen seiner Rolle als Hauptkommissar Simmel in einer weiteren Krimireihe, „Marie Brand im ZDF, die er sogar schon seit 2008 verkörpert.

Hinnerk Schönemann freut sich über seinen Erfolg und seine Popularität, der Rummel um seine Person wird dem Schauspieler dennoch oft zu viel, wie er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur teleschau gestand: „Bekannt zu sein, fühlt sich absurd an. Dass sich die Menschen derart für mich interessieren, daran habe ich mich immer noch nicht gewöhnt. Einerseits ist es natürlich toll, wenn mich die Leute erkennen und sich freuen, mich zu sehen. Andererseits denke mir immer: Ich bin doch ein ganz normaler Mensch!“

„Es ist nicht so, dass ich die Menschen nicht mag“

Dass Schönemann generell zu den eher ruhigeren deutschen Stars zählt, sieht man auch daran, dass man ihn auf Filmpremieren oder in Quiz- und Talkshows beinahe mit der Lupe suchen muss. Der 51-Jährige mag es am liebsten ruhig, wie er sagt: „Bei Smalltalk komme ich schnell an meine Grenzen. Ich habe das einfach nie gelernt. Im Job ist es anders. Beim Filme machen kann man gar nicht genug Leute um sich haben. Was mir schwerfällt ist, wenn ich privat mit mehr als zwei Leuten zusammen bin.“ Es sei aber „nicht so, dass ich die Menschen nicht mag. Ich mag Stille. Und ich brauche oft Stille. Selbst wenn ich mit der Familie unterwegs bin, bin ich gern ruhig.“

Aus diesem Grund zog er schon vor Jahren, nachdem er unter anderem in Rostock, Berlin und Hamburg gewohnt hatte, aufs mecklenburgische Land. Dort lebt er mit seiner Frau und der gemeinsamen Tochter auf einem kleinen Hof, den er auch selbst bewirtschaftet. Zur Schönemanns Familie gehören außerdem seine beiden Söhne aus früheren Beziehungen.

Da stellt sich natürlich die Frage: Warum sagte der Schauspieler ausgerechnet für „Tietjen campt“ zu, eine TV-Sendung, für die er für eine längere Zeit mit der Moderatorin Bettina Tietjen im Wohnwagen an der Elde-Müritz-Wasserstraße campte? „Am Anfang hatte ich tatsächlich Zweifel und habe gedacht: 'Worauf habe ich mich da eingelassen?“, so Schönemann im teleschau-Gespräch. „Mit fremden Menschen so eng aufeinanderzuhocken, ist ja eigentlich nichts für mich. Und mit Campen hatte ich so gar nichts am Hut.“ Doch dann habe er es einfach ausprobiert „und überrascht festgestellt, dass mir das richtig Spaß macht. So sehr, dass ich mir danach selber einen Camper besorgt habe“.

„Das macht glücklich“

Wer jetzt an einen herkömmlichen Wohnwagen denkt, irrt. Hinnerk Schönemanns Camper war nämlich früher ein Justizfahrzeug, in dem mehr als ein Dutzend Häftlinge transportiert werden konnten, und zwar in eingebauten Zellen. Wie es dazu kam? „Ich wollte mir ein Fahrzeug selber umbauen und war auf der Suche nach einer ganz bestimmten Form“, sagt der 51-Jährige. „Gefunden habe ich sie durch Zufall in einem Justizfahrzeug. Ich habe keine Berührungsängste, nur weil da ein paar Knackis drin waren. Und es sieht toll aus, weil es immer noch die kleinen Fensterchen hat.“

Und wo zieht es den Schauspieler in seinem Super-Camper hin? Das ist ihm im Grunde egal, der Weg ist das Ziel: „Einfach rein in den Camper und losfahren - das macht glücklich. Sobald ich mit meiner Familie das Dorf verlasse, beginnt für mich der Urlaub.“ (tsch)

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