Heftiger „Harter Brocken“-Dreh für Isabel Berghout – aber fürs Jubiläum der beliebten Krimiserie hat's sich gelohnt.
„Musste Ibus nehmen“Harter Dreh für „Harter Brocken“

Copyright: ARD Degeto Film/Odeon Fiction
Schaut eigentlich ganz freundlich drein, dabei spielt Isabel Berghout die Killerin Fleur in „Harter Brocken – Die Versuchung“ (5. September, 20.15 Uhr, ARD).

Jubiläum für „Harter Brocken“: Folge zehn („Die Versuchung“) läuft am kommenden 5. September zur Primetime im Ersten (und schon ab 3,. September in der Mediathek). Dorfsheriff Frank Koops (Aljoscha Stadelmann, 52) ist darin mit einer eiskalten Killerin konfrontiert. Darstellerin Isabel Berghout (39) musste sich beim Dreh überwinden – körperlich und mental. Wie und warum, erzählt sie bei EXPRESS.de.
Als „Fleur“ will sie in „Harter Brocken“ mit allen Mitteln eine verloren gegangene Lieferung wiederbeschaffen – auch mit tödlicher Gewalt. Für Isabel Berghout, die in u. a. „SOKO Wismar“ noch auf der guten Seite des Rechts stand, eine herausfordernde Rolle: „Weil es gegen meine tiefsten moralischen Vorstellungen geht“, sagt sie. Auch charakterlich sei sie das Gegenteil ihrer gefühlskalten Rolle.
Isabel Berghout musste den eiskalten Blick erst lernen
„Ich bin fröhlich, habe einen hohen Gerechtigkeitssinn“, sagt sie. In die Killerin hat sie sich hineingearbeitet, überlegt, welche Geschichte hinter ihr steckt. „Ich habe versucht, sehr viel körperlich zu arbeiten. Also durch Haltung einnehmen: innere Haltung, aber auch äußerliche. Ich habe z. B. den Kopf schräg angewinkelt, und ich blinzele kaum. Die Maskenbildnerin half mit etwas grauer Schminke am Auge nach, diesen kalten Blick zu intensivieren“, sagt sie.
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In einer Szene musste sie einen Kollegen immer wieder und wieder unter Wasser in eine Regentonne tauchen. „Da sind eigentlich alle Alarmsignale aktiv, dass das nicht richtig ist“, so Berghout. „Es ist natürlich alles abgesprochen und abgesichert. Trotzdem: Solche Szenen haben mich in dieser Zeit bewegt.“ Das war nicht nur mental anstrengend, sondern auch körperlich: Berghout hatte schlimmen Muskelkater. „Es war so schmerzhaft, dass ich Ibuprofen genommen habe.“

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Aljoscha Stadelmann ist als „Sheriff“ Frank Koops hinter Killerin Fleur her.
Und die Dreharbeiten wirkten nach. „Ich hatte in der Zeit des Drehs und danach intensive Träume. Ich habe z. B. geträumt, dass mich ein Schütze jagt und ich wiederum ihn.“ Für den Film war es ihr das wert. „Ich finde, dass der Regisseur Nils Willbrandt einen ganz feinen Humor in den Film bringt. Es hat einen Hauch von Coen-Brüder, beim Spielen hatten wir sehr viele Fargo-Elemente reingebracht.“
In einem Spagat befindet sich die Mutter eines kleinen Kindes auch privat. „In der Schauspielerei gibt es immer Unsicherheiten, wann das nächste Engagement kommt, was das für eine Rolle ist. Da treffen Unberechenbarkeiten des Jobs mit Unberechenbarkeiten des Mutter-Seins aufeinander.“ Das zu vereinbaren, sei nicht so leicht, sie müsse abwägen, welche Rolle sie annehme. „Es muss weitergehen im Beruf, aber ohne, dass es auf Kosten des Kindes geht“. Isabel Berghout findet: „Kinder sollten mehr in die Gesellschaft integriert werden. In anderen Ländern in Europa ist das selbstverständlicher.“
