Heidi Klum als lebende Jesus-Statue: Krasser Auftritt in New York!
„Der verschleierte Christus“Heidi Klum provoziert bei Met Gala mit krassem Jesus-Look

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Heidi Klum bei der Benefizgala des Metropolitan Museum of Art anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Costume Art“ in New York.
Gänsehaut in New York! Heidi Klum sorgt als lebende Skulptur für den Wow-Moment auf der Met Gala und verwandelt die berühmte Treppe in ihre persönliche Bühne.
Die ganze Fashion-Welt schaut nach New York, wenn das Metropolitan Museum zum wichtigsten Mode-Ereignis des Jahres einlädt. Alle Augen sind dann auf die Stufen des Museums gerichtet. Bei der diesjährigen Gala am Montagabend, die unter dem Motto „Costume Art“ stand, zog eine Rheinländerin die gesamte Aufmerksamkeit auf sich, indem sie fast unsichtbar blieb. Heidi Klum kam nicht in einem typischen Abendkleid, sondern trat als lebendige Marmorstatue auf.
Heidi Klum als steinernes Kunstwerk
Wo andere Prominente auf glitzernde Stoffe und Seide vertrauten, wählte die 52-Jährige eine völlig radikale, künstlerische Auslegung des Dresscodes „Fashion is Art“. Ihre Inspiration war das Kunstwerk „Il Cristo Velato“ („Der verschleierte Christus“), das sich in der neapolitanischen Cappella Sansevero befindet. Klum sah aus, als wäre sie frisch aus einer italienischen Steinmetzwerkstatt gekommen.

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Heidi Klum bei der Benefizgala des Metropolitan Museum of Art anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Costume Art“ in New York.
Ihr kompletter Körper war in ein mattes Grau wie von Kreide getaucht. Das wirklich Spektakuläre daran: Durch feine Gesichtsprothesen und eine feste Oberfläche entstand der Eindruck, ihr Gesicht befände sich unter einem zarten, aus Stein gehauenen Tuch.
Halloween-Meister sorgt für den Mai-Auftritt
Verantwortlich für diese krasse Verwandlung war einmal mehr Mike Marino, ein Künstler für Spezialeffekte. Der Maskenbildner aus New York ist seit vielen Jahren der kreative Partner für Klums berühmte Halloween-Verkleidungen. Durch die Zusammenarbeit mit Marino für die Met Gala löste das Model die Trennung zwischen hoher Schneiderkunst und der Maskenbildnerei Hollywoods auf.

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Heidi Klum bei der Benefizgala des Metropolitan Museum of Art anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Costume Art“ in New York.
Heidi Klum äußerte am Rande der Veranstaltung, dass es sich um Mode, aber primär um Kunst handle. Ihr fiel das Sprechen wegen der steifen Maske sichtlich nicht leicht. Beobachter gaben an, dass der Gang über die berühmte Treppe wesentlich länger dauerte als normal. Die schwere, kunstvoll gelegte Robe schränkte ihre Fähigkeit, sich zu bewegen, enorm ein.
Netz gespalten: Geniestreich oder zu viel des Guten?
Die Meinungen im Internet und am Veranstaltungsort ließen nicht lange auf sich warten. In den sozialen Netzwerken wurde Klums Erscheinungsbild bereits am späten Abend (gegen 23.45 Uhr Ortszeit) als „Halloween-Generalprobe“ bejubelt. Kritische Stimmen fragten sich dagegen, ob eine solche Kostümierung den eigentlichen Sinn der Met Gala – das Vorführen von Designermode – verfehlt und die Grenze zum bloßen Spektakel überschreitet.
Dass sie sich dabei ausgerechnet Jesus Christus zum Vorbild nahm, verlieh dem Auftritt eine zusätzliche, hochgradig brisante Note. Die bewusste Anlehnung an eine der heiligsten Skulpturen der Christenheit empfanden viele Beobachterinnen und Beobachter als riskante Gratwanderung zwischen künstlerischer Hommage und religiöser Provokation. (jag)
