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Monaco trauertFürst Albert und Fürstin Charlène nehmen Abschied

Fürstin Charlène geht voran.

Copyright: IMAGO / Starface

Fürstin Charlène trauert. (Archivbild)

Nach ungeklärtem Sturz: Die Fürstenfamilie hat in Monacos Kathedrale Abschied von Antoine de Massy genommen.

Tiefe Trauer im Fürstentum: Monaco hat am Mittwoch Abschied von Antoine de Massy genommen. In der Kathedrale wurde der Großcousin von Fürst Albert II. beigesetzt. Darüber berichtet unter anderem das französische Magazin „Point de vue“. Der junge Mann war Ende Oktober ums Leben gekommen, mit nur 29 Jahren und unter bislang ungeklärten Umständen.

Zur Trauermesse kamen seine Eltern Cécile Gelabale und Baron Christian de Massy. Auch Fürst Albert II., Fürstin Charlène und die Prinzessinnen Caroline und Stéphanie nahmen teil. Schon zuvor hatte der Sarg im Fürstenpalast gestanden: Von Dienstagabend bis Mittwochmorgen war er in der Pfalzkapelle aufgebahrt, wie die Lokalzeitung „Monaco-Matin“ berichtete.

Tödlicher Sturz aus 13 Metern: Ermittlungen laufen

13 Meter tief stürzte Antoine de Massy in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober nahe der Avenue Princesse-Grace. Er starb an den Folgen. Ende Dezember wäre er 30 Jahre alt geworden. Wie genau es zu dem Todesfall kam, ist Gegenstand laufender Ermittlungen der monegassischen Behörden.

Gegen einen Verdächtigen läuft eine formelle Untersuchung, und zwar wegen fahrlässiger Tötung und unterlassener Hilfeleistung. Auf dem Sarg erinnerte während der Trauerfeier ein kleiner gehäkelter Hund an seine Liebe zu Tieren.

Persönliche Reden und ein Ray-Charles-Song zum Abschied

Alexandre Grimaldi, Sohn von Fürst Albert II., hatte den Sarg zuvor gemeinsam mit drei weiteren Männern in das Gotteshaus getragen. Im Gottesdienst traten dann mehrere Angehörige und Weggefährten an das Mikrofon. Eine Cousine erinnerte an ein Lächeln, das jeden Raum erhellt habe. Mit seinem ansteckenden Lachen, so betonte sie, habe er die Welt sanfter gemacht.

Auch Alexandre Grimaldi ergriff das Wort. Für ihn war de Massy ein geliebter Cousin und großer Bruder. Er erzählte von gemeinsamen Fahrstunden auf dem Parkplatz des Monte-Carlo Country Club und von Urlauben in der Karibik, die zu den glücklichsten Momenten seines Lebens zählten. Am Ende seiner Rede standen diese Worte: „Ich liebe dich jetzt und für immer.“

Die Ratlosigkeit angesichts des frühen Todes griff Generalvikar Guillaume Paris in seiner Predigt auf. Vor der Trauergemeinde sagte der Geistliche: „Es gibt keine Vernunft, die das Unannehmbare annehmbar machen kann.“ Es sei ein Tod, den man verstehen wolle, während man sich zugleich wünsche, er wäre nie geschehen. Doch auch wenn der Tod das Leben unterbrechen könne: Die Liebe vermöge er nicht zu zerstören.

Wind und Regen fegten über den Vorplatz, als nach dem Gottesdienst das Lied „The Sun Died“ von Ray Charles erklang. Währenddessen zog der Trauerzug zum Friedhof von Monaco. (red)