Nach Jahren hat sich Mr. T, der durch die US-Serie „A-Team“ weltberühmt wurde, in der Öffentlichkeit gezeigt. Der Anlass war allerdings ein trauriger.
Seltener AuftrittFilm-Ikone Mr. T (73) zeigt sich nach Jahren in der Öffentlichkeit

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Mr T. neben Gene Hackman (1991).
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Die „A-Team“-Legende Mr. T (73) wurde nach Jahren erstmals wieder in der Öffentlichkeit gesehen. Der Schauspieler, der mit bürgerlichem Namen Laurence Tureaud heißt, ist vor allem für seine Rolle als B.A. Baracus in der Kultserie „Das A-Team“ aus den 1980er-Jahren bekannt. Er spielte auch Clubber Lang in „Rocky III“.
Zuletzt hat Tureaud eher die Öffentlichkeit gemieden, in der vergangenen Woche wurde er bei der Trauerfeier von Reverend Jesse Jackson gesehen, wo er ein Bandana mit amerikanischer Flagge, ein weißes Hemd, seine ikonischen Goldketten sowie eine Weste mit amerikanischem Flaggenmuster trug.
Mr. T nach Jahren wieder öffentlich zu sehen
Die TV-Legende verbarg das Gesicht zudem hinter einer schwarzen Sonnenbrille. Die Trauerfeier fand im Hauptquartier der Rainbow PUSH Coalition in Chicago (Illinois) statt, einer von Jesse Jackson gegründeten gemeinnützigen Organisation, die sich für soziale Gerechtigkeit und Bürgerrechte einsetzt. Tausende Menschen nahmen daran teil.
Fotos zeigen Tureaud, wie er die anderen Trauernden begrüßt, die gekommen waren, um Jesse Jackson die letzte Ehre zu erweisen.

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Laurence Tureaud bei der Trauerfeier von Jesse Jackson in Chicago.
Zu den Rednern der Zeremonie gehörten gleich drei ehemalige Präsidenten, darunter Barack Obama, der eine Trauerrede hielt. Auch Musiklegende Stevie Wonder war zu Gast. Der verstorbene Jesse Jackson galt als einer der bekanntesten Bürgerrechtsaktivisten der USA und war ein enger Weggefährte von Martin Luther King Junior. Jackson war am 17. Februar im Alter von 84 Jahren verstorben.
Tureaud wurde in Chicago geboren und ist das jüngste von zwölf Kindern. Seinen ikonischen Spitznamen leitet er von seinem Nachnamen ab, den er zunächst zu Tero verkürzte, bevor er ihn offiziell in den Buchstaben „T“ änderte.
Tureaud sagte 1983 gegenüber dem „Playboy“: „Ich habe mich selbst zum Mr. T ernannt, damit jeder mich als Erstes mit ‚Mr.‘ anspricht. Das ist ein Zeichen des Respekts, welchen mein Vater, mein Bruder und meine Mutter nicht erfahren haben.“

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Mr. T vor einem Auftritt bei „Good Morning America“ im Jahr 2017 in New York.
Zuvor arbeitete Tureaud als Türsteher und betreute Prominente wie Muhammad Ali, Steve McQueen, Michael Jackson und Diana Ross. Der Schauspieler ist dank seiner markanten Frisur und der vielen Goldketten, die er durch seine Hauptrolle in „Das A-Team“ bekannt machte, unverwechselbar.
Seine berühmte Serienfigur Baracus gehörte zu einem Team von vier ehemaligen Armee-Kommandos, die vor der Regierung „wegen Verbrechen, die sie nicht begangen hatten“ auf der Flucht waren. Das „A-Team“ wurde von der Militärpolizei gejagt, half aber anderen, die in Not waren. Die Kultserie wurde bis 1987 produziert und in Deutschland unter anderem auch in der ARD ausgestrahlt.
Tureaud genoss eine glanzvolle Fernsehkarriere, seine Stimme war zuletzt in der US-amerikanischen Version von „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ zu hören. In den 1990er-Jahren erkrankte er an Lymphknotenkrebs, der geheilt werden konnte – das habe seinen Gottesglauben gestärkt, sagte er damals. Heute ist der 73-Jährige unter anderem als Prediger aktiv. (mg)

