Carolin Kebekus nimmt sich in der neuesten Folge ihrer „Carolin Kebekus Show“ der „Jugend von heute“ an. Dabei stellt sie fest: Die junge Generation hat es nicht gerade leicht. Und weil sie von der Regierung im Stich gelassen werde.
„Sorgen und Ängste ernstnehmen“Carolin Kebekus verteidigt die junge Generation

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Carolin Kebekus will eigentlich über die Jugend von heute schimpfen - hat aber doch Verständnis für die junge Generation. (Bild: Ben Knabe)
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Die Jugend von heute ist faul, unselbstständig und verwöhnt - das behauptet zumindest der ein oder andere aus älteren Generationen. Auch Carolin Kebekus findet, dass sie inzwischen alt genug sei, um „auf die Jugend zu schimpfen“.
In der neuesten Folge ihrer „Carolin Kebekus Show“ formuliert die Komikerin dann allerdings doch mehr Verständnis für die junge Generation: „Dauerkrisen, wirtschaftliche Unsicherheit und die Aussicht, dass du eventuell demnächst in den Krieg ziehen sollst. Die Bundeswehr umwirbt die jungen Menschen jetzt schon wie das Coachella Justin Bieber.“
Carolin Kebekus glaubt: „Wir sind neidisch“ auf die Jugend
Eben diese Bundeswehr werde von der Regierung „mit einem dicken Sondervermögen gepampert“, während bei der Jugend gespart werde, kritisiert Kebekus: „Die größte Suchtklinik für Kinder und Jugendliche hat dichtgemacht. Und die Familienministerin streicht gerade vielen Demokratieprojekten die Förderung. Zum Beispiel Initiativen gegen Rassismus an Schulen oder für queere Jugendliche.“ Kein besonders hoffnungsvolles und positives Gesamtbild, findet Kebekus und stellt fest: „Ich checke. Aber Friedrich Merz wohl nicht.“
Anstatt über die junge Generation zu lästern und „sie schlecht zu machen, sollten wir alles tun, damit es ihnen gut geht. Ihre Sorgen und Ängste ernstnehmen. Und vor allem mit ihnen sprechen“, ist die 45-Jährige überzeugt.
Für die Abneigung, die scheinbar seit Jahrhunderten jede ältere Generation gegenüber den Jüngeren hat, findet Kebekus indes ebenfalls eine Erklärung: „Wir sind neidisch. Auf ihre Coolness.“ Denn sie selbst, muss die Komikerin zugeben, war in ihrer Jugend gar nicht so anders, wie die junge Generation von heute.
„Wisst ihr, was ich in meiner Jugend gemacht hab?“, fragt sie ihr Publikum und gibt prompt die Antwort: „Nix! Stundenlang nix.“ Und das habe sich auch lange nicht geändert: „Wenn mir das dann zu langweilig wurde, wisst ihr, was ich dann gemacht hab? Gar nix! Immer abwechselnd nix und gar nix.“
„Die Carolin Kebekus Show“ ist am Donnerstag, 30. April, ab 19.30 Uhr in der ARD-Mediathek und um 23.35 im Ersten zu sehen. (tsch)
