Große Freude oder lange Gesichter? Nach dem ESC-Vorentscheid sorgen Plagiatsvorwürfe und schwache Wettquoten für Ernüchterung.
Sarah Engels in der ESC-KriseWettquoten-Schock trotz „Fire“

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Sarah Engels hält beim ESC-Vorentscheid stolz ihren Pokal hoch. Die Wettquoten sehen sie allerdings weit hinten.
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Erst Jubel im Studio, jetzt Ernüchterung bei den Buchmachern: Nach dem deutschen ESC-Vorentscheid tat sich in den internationalen Wettquoten – nichts. Sarah Engels gewann mit „Fire“, doch Deutschland blieb zunächst weiterhin auf Platz 23 hängen. Kein Aufwärtstrend, kein frischer Hype, keine internationale Euphorie.
Sarah Engels: Nach ESC-Vorentscheid kein Aufwärtstrend
Für viele Fans ein bitteres Signal. Normalerweise reagieren die Quoten unmittelbar nach einem Vorentscheid. Wenn ein Beitrag zündet, schießt er nach oben. Doch im Fall von „Fire“ blieb die Kurve flach. Die Buchmacher zeigten sich unbeeindruckt – als hätte es die Entscheidung gar nicht gegeben. Kein Feuer, eher ein laues Lüftchen.
Und es kommt noch härter: Im Laufe der Woche rutschte Deutschland weiter ab. Am Donnerstag rangiert der deutsche Beitrag laut der Website eurovisionworld.com nur noch auf Platz 24 oder sogar 25 – je nach Anbieter. Während andere Länder nach ihren Vorentscheiden klettern, verliert Deutschland weiter an Boden.
Natürlich sind Wettquoten Momentaufnahmen. Doch sie gelten als Stimmungsbarometer für internationale Begeisterung. Und genau die scheint aktuell zu fehlen. Statt Aufbruchsstimmung nach dem Neustart herrscht Ernüchterung. Der ESC 2026 hat für Deutschland kaum begonnen – und schon wird es wieder eng.
Superstar als starke Konkurrenz und Plagiatsvorwürfe
Zum Vergleich: Als Delta Goodrem als australische Vertreterin bekannt gegeben wurde, schoss das Land in den Wettquoten sofort auf Platz 5 nach oben. Innerhalb weniger Stunden entstand ein regelrechter Medienrummel – vor allem in Australien und Großbritannien, wo Goodrem seit Jahren ein großer Star ist.
Talkshows, Schlagzeilen, Social Media: Die Euphorie ist spürbar. Inzwischen sehen die Buchmacher Australien sogar auf dem Treppchen, aktuell auf Rang 3. Ein Hype, von dem Deutschland derzeit nur träumen kann.
Und dabei haben Engels und ihr Team noch ganz andere Sorgen. Nach dem ESC-Vorentscheid wurden in sozialen Netzwerken Plagiatsvorwürfe gegen den Song „Fire“ laut.
Zahlreiche Nutzer zogen Vergleiche zum zyprischen Beitrag „Fuego“ von Eleni Foureira aus dem Jahr 2018 und kritisierten nicht nur die Titelwahl, sondern auch die gesamte Inszenierung.
Feuer-Elemente, Choreografie, Farbgebung – für manche Fans wirkt vieles wie eine Kopie des damaligen Auftritts. Eine offizielle Beschwerde gibt es bislang jedoch nicht.


