Es sollte ein Mega-Comeback werden, doch der Auftritt im ersten ESC-Halbfinale für San Marino brachte nur eine bittere Niederlage.
Rauswurf beim ESC!Superstar spricht von „fabelhafter Erfahrung“ trotz Mega-Flop

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Ein echter Weltstar auf der ESC-Bühne: Boy George floppte für San Marino.

Der Glitzer ist verflogen, die Enttäuschung sitzt tief – zumindest bei den Fans. Boy George, die Ikone von Culture Club, ist mit seinem Überraschungsauftritt beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien krachend gescheitert. Zusammen mit der Sängerin Senhit trat die „Karma Chameleon“-Ikone für den Zwergstaat San Marino an, doch für das Finale am kommenden Samstag reichte es nicht.
„Fabelhaft“ trotz Niederlage
Kurz nach der Entscheidung meldete sich der 64-Jährige via X zu Wort. Wer bittere Tränen oder Wutausbrüche erwartet hatte, wurde enttäuscht. Boy George gab sich als fairer Verlierer: „Wenn ihr für uns gestimmt habt, vielen Dank. Ich war traurig, dass wir es nicht ins Finale geschafft haben, aber meine [Eurovision-]Erfahrung war fabelhaft.“
Er bereue keine einzige Minute und bedankte sich herzlich bei Senhit und der gesamten Delegation aus San Marino. „Was für ein lustiger Haufen“, fügte der Sänger hinzu.
Mirror-Hat und blauer Lidschatten: Der Auftritt
In gewohnter Manier sparte Boy George nicht an Extravaganz. Mit einem seiner typischen, hohen Melonen-Hüte – diesmal in einem Spiegel-Mosaik-Design – und auffälligem blauen Glitzer-Lidschatten unterstützte er Senhit bei ihrem Disco-Song „Superstar“.
Technisch gesehen vertrat er zwar San Marino, doch die ESC-Regeln machen die Nationalität der Künstler nicht zur Bedingung. Für Senhit war es nicht der erste Versuch, mit Weltstars zu punkten: Bereits 2021 holte sie den US-Rapper Flo Rida für den Song „Adrenalina“ auf die Bühne. Zwar schaffte sie es damals ins Finale, landete dort aber ganz hinten.
Wiedersehen in Mailand
Trotz des Ausscheidens ist die Zusammenarbeit der beiden nicht beendet. Boy George verriet, dass Senhit ihn im Juli bei seiner Culture-Club-Show in Mailand begleiten wird.
Während San Marino die Koffer packen muss, sorgte der Abend auch für politische Zwischentöne. Beim Auftritt des israelischen Teilnehmers Noam Bettan kam es zu lautstarken Protesten im Publikum. Trotz der Unruhen und der vorangegangenen Absagen mehrerer Länder wie Spanien und Italien, sicherte sich Israel einen Platz im Finale. Als Favoriten gelten derweil Finnland mit Linda Lampenius und Pete Parkkonen. Auch Gaststar Vicky Leandros sorgte für Furore:
Das zweite Halbfinale findet am Donnerstag statt, bevor am Samstagabend feststeht, wer die Nachfolge des Vorjahressiegers antritt.

