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Ehrlich Brothers bilanzieren nach einzigartiger Zauber-Therapie„Die Kids sind wahre Kämpfer“

Als Paten einer speziellen Zaubertherapie haben die Ehrlich Brothers bemerkenswerte Ergebnisse erzielt. (Bild: Getty Images / Adam Berry)

Als Paten einer speziellen Zaubertherapie haben die Ehrlich Brothers bemerkenswerte Ergebnisse erzielt. (Bild: Getty Images / Adam Berry)

„Es ist so schön zu sehen, dass ihre Reise so grandios weitergeht“: Vor einem Jahr luden die Ehrlich Brothers zehn Kinder zu einer einzigartigen Therapie ein. Nun besuchten die Filmemacher einmal mehr die Kinder - und offenbaren teils erstaunliche Fortschritte.

Ben versucht sich gerne an neuen Gerichten. Er will möglichst selbstständig kochen können - Hemiparese hin oder her. (Bild: ZDF / Tobias Liesche)

Ben versucht sich gerne an neuen Gerichten. Er will möglichst selbstständig kochen können - Hemiparese hin oder her. (Bild: ZDF / Tobias Liesche)

Einen Haarzopf zubinden, Nudeln kochen, ein Handzeichen beim Fahrradfahren geben: Tätigkeiten wie diese gehören für viele Schulkinder zum normalen Alltag. Doch für Gabriel, Anna, Ben und Jule sind es echte Herausforderungen. Sie alle leben mit der Diagnose Hemiparese. Wegen einer nachhaltigen Schädigung ihres Gehirns ist eine ihrer Körperseiten eingeschränkt. Besonders ihre Handkoordination ist deswegen erschwert. Ein Jahr, nachdem die Kinder ein Zauber-Therapiecamp der Ehrlich Brothers besucht haben, zeigt die ZDF-Doku „37°: Mut durch Magie - Zaubern als Therapie“, wie es den Kindern seither ergangen ist.

Gabriel meistert es trotz seiner motorischen Einschränkungen, eine Kletterwand zu erklimmen. (Bild: ZDF / Dennis Ströbele)

Gabriel meistert es trotz seiner motorischen Einschränkungen, eine Kletterwand zu erklimmen. (Bild: ZDF / Dennis Ströbele)

„Ich möchte alles können mit Kochen“, hat sich der zwölfjährige Ben hohe Ziele gesetzt. Vorerst muss sich der Junge indes mit kleineren Schritten zufriedengeben. Dennoch: Ein Jahr nach dem zweiwöchigen Intensivcamp mit den TV-Zauberern zieht er ein positives Fazit: „Vor Magic Moves habe ich nicht so viel im Haushalt geholfen.“ Weiterhin geht er wöchentlich zur Ergotherapie - und schaffte es auch deswegen, erstmals fast ohne Hilfe Pesto zu kochen. „Ich finde es cool, dass er versucht, selbstständig zu sein“, freut sich auch seine Mutter im Film von Sandra Liesche und Lena Bartscher mit.

Gabriel (12) bilanziert nach Klettererfolg: „Ich bin stolz auf mich“

Jule hat dank der Therapie viel Selbstbewusstsein dazu gewonnen. (Bild: ZDF / Dennis Ströbele)

Jule hat dank der Therapie viel Selbstbewusstsein dazu gewonnen. (Bild: ZDF / Dennis Ströbele)

Dank der Magic-Moves-Therapie sind Jule (links) und Anna Freundinnen geworden. (Bild: ZDF / Florian Bentele)

Dank der Magic-Moves-Therapie sind Jule (links) und Anna Freundinnen geworden. (Bild: ZDF / Florian Bentele)

Ähnlich geht es auch der Mutter von Gabriel, die sagt: „Er kämpft, er hat seinen Weg gefunden.“ War es einst noch die größte Prüfung für den Jungen, beim Fahrradfahren per Handzeichen eine Richtungsänderung anzukündigen, hat er sich längst das nächste Ziel gesetzt: Er will Klettern können, um beim Kindergeburtstag eines Freundes dabei sein zu können. Und tatsächlich: Eine spezielle Kletterkralle lässt Gabriel beinahe bis unter die Decke der Kletterhalle hinaufsteigen. „Ich bin stolz auf mich“, verkündet er im Anschluss.

Stolz sind auch die Eltern von Jule auf ihre Tochter. Wie die anderen Kinder hat sie aus Magic Moves sehr viel Selbstbewusstsein gezogen. Ganz ohne ihre Eltern nahm sie sogar an einem Schulausflug nach Malta teil - vor der Therapie völlig undenkbar. Dennoch sind sich Jules Mutter und Vater bewusst: Jules Leben mit Hemiparese wird noch so manche Herausforderung bereithalten - besonders in der Pubertät.

Einhellig positiv fällt dagegen das Fazit für die Magic-Moves-Therapie aus. Medizinisch gesehen wurden langfristig Gehirnbereiche für motorische Fähigkeiten aktiviert. Auch Ergotherapeuten bescheinigen in der ZDF-Doku eine bis heute erkennbare Verbesserung des Zustandes der Kinder. „Alle Kids sind wahre Kämpfer und es ist so schön zu sehen, dass ihre Reise so grandios weitergeht“, bilanziert Andreas Ehrlich entsprechend zufrieden. Dem gibt auch sein Bruder Chris recht: „Wir sind total dankbar und stolz, dass wir ein Teil davon sein durften.“ (tsch)