Zoff Scarlett Johansson verklagt Mega-Konzern – der schießt zurück

Scarlett kommt am 2.2.2020 zu den Bafta Film Awards in London.

Scarlett Johansson (hier im Februar 2020) verklagt den Disney-Konzern.

Scarlett Johansson verklagt Disney. Die Schauspielerin wirft dem Mega-Konzern Vertragsbruch vor. Disney bezeichnet Johansson als herzlos.

Los Angeles. Die Arbeit doppelt abliefern, aber nur ein Mal bezahlt werden? Nicht mit Scarlett Johansson (36)! Die Schauspielerin legt sich deshalb nun mit einem ganz großen der Filmbranche an: Disney. Johansson hat in Los Angeles vor Gericht Klage gegen das Mega-Unternehmen eingereicht. Ihr Vorwurf: Vertragsbruch.

Scarlett Johansson verklagt Disney

Denn der neue „Marvel“-Film „Black Widow“, in dem Scarlett Johansson die Hauptrolle spielt, wurde gleichzeitig im Kino und bei der Streamingplattform Disney+ veröffentlicht. 

Dieser zeitgleiche Start habe gegen Vertragsabsprachen verstoßen, macht Scarlett Johansson in der Klageschrift geltend. Ihr sei bei Vertragsabschluss im Jahr 2017 eine exklusive Filmveröffentlichung auf der Leinwand zugesagt worden - ihr Verdienst basiere auf den Kino-Einnahmen.

Der Disney-Konzern wies die Vorwürfe mit scharfen Worten zurück. Diese Klage sei unbegründet und zudem „ausgesprochen traurig und bedauerlich“, weil sie die weltweiten Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie „herzlos“ außer Acht lasse. In der Mitteilung führte Disney weiter aus, man habe den Vertrag eingehalten. Johansson hätte durch die Streaming-Veröffentlichung ihre Einkommensmöglichkeiten noch verbessert - zusätzlich zu den 20 Millionen Dollar, die sie bereits erhalten habe.

Disney bezeichnet Schauspielerin Scarlett Johansson als „herzlos“

„Black Widow“ war am 9. Juli 2021 in den US-Kinos und gleichzeitig bei Disney+ erschienen. Johansson hatte die Figur aus dem Marvel-Universum zuvor mehrere Male verkörpert, doch dies war ihr erster Solo-Film um die kämpferische Agentin. Der Film unter der Regie der Australierin Cate Shortland erzählt die Vorgeschichte der als Schwarze Witwe bekannten Spionin Natasha Romanoff.

Immer mehr Studios schlagen die neue Vermarktungsstrategie ein, Filme zeitgleich auf der Leinwand und per Streaming herauszubringen. Die Corona-Pandemie hatte dieses Hybrid-Modell zuletzt vorangetrieben, nachdem über Monate hinweg viele Kinos geschlossen worden waren oder mit geringerer Kapazität auskommen mussten. Gewöhnlich liegen viele Wochen oder Monate zwischen der Veröffentlichung im Kino und der späteren Streaming-Verwertung auf den Bildschirmen.

Laut „New York Times“ brachte „Black Widow“ in den ersten drei Kinotagen weltweit 158 Millionen Dollar ein. Zusätzlich spielte der Film am Startwochenende auch rund 60 Millionen Dollar über den Streaming-Kanal Disney+ ein. (dpa/sku)

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