Mit „Das Kanu des Manitu“ zeigt RTL+ die Fortsetzung zu Michael „Bully“ Herbigs Kassenschlager „Der Schuh des Manitu“, während Prime Video mit „Stromberg - Wieder alles wie immer“ das Comeback der berühmten Büro-Mockumentary feiert. Welche Streaming-Highlights die kommende Woche noch bereithält, verrät die Übersicht.
Die Fortsetzung von Bullys Hit bei RTL+Das sind die Streaming-Tipps der Woche

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Abahachi (Michael Bully Herbig, links) und Ranger (Christian Tramitz) geraten mal wieder in Schwierigkeiten. (Bild: RTL / herbX film / Luis Zeno Kuhn)
Kaum zu glauben, aber wahr: Knapp 25 Jahre ist es nun schon her, dass Michael „Bully“ Herbig mit seiner Westernparodie „Der Schuh des Manitu“, basierend auf einer Sketchreihe aus seiner Comedy-Show „Bullyparade“, einen gigantischen Leinwanderfolg hinlegte. Fast zwölf Millionen Zuschauer strömten damals in die Kinos und machten den Film zu einer der erfolgreichsten deutschen Produktionen überhaupt. Angesichts dieser Superlative ist es eigentlich erstaunlich, dass eine Fortsetzung so lange auf sich warten ließ. Für „Das Kanu des Manitu“ hat der Filmemacher noch einmal viele bekannte Gesichter aus dem ersten Teil zusammengetrommelt. Mit mehr als fünf Millionen Besucherinnen und Besuchern ist auch dieser Film der erfolgreichste deutsche Film des Kinojahres 2025 sowie der erste deutsche Film, der die Marke knackte, seit „Das perfekte Geheimnis“ aus dem Jahr 2019. Zu Ostern kommt der Film nun ins Streaming-Angebot von RTL+. Was die Streamer in den nächsten Tagen noch zu bieten haben, erfahren Sie in der Übersicht.
„Das Kanu des Manitu“ - RTL+

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Mehr als zehn Jahre nach dem letzten Kinofilm ist Christoph Maria Herbst noch einmal als Büro-Scheusal Bernd Stromberg zu sehen. (Bild: MadeFor Film/Stephan Rabold)
2022 war Michael „Bully“ Herbig letztmals mit einem eigenen Film auf der großen Leinwand vertreten. In „Tausend Zeilen“ rekonstruierte er den Betrugsfall um den früheren Spiegel-Journalisten Claas Relotius, der im großen Stil Reportagen erfunden und sie als wahre Geschichten ausgegeben hatte. Wirklich gut kam Herbigs Aufarbeitung bei den Kritikern nicht weg. Zu flach das Drehbuch, zu zahnlos der Blick auf die Medienbranche - so das fast einhellige Urteil.
Mit der Fortsetzungskomödie „Das Kanu des Manitu“ (ab Sonntag, 5. April, RTL+) begibt sich der gebürtige Münchener nun auf vertrautes Terrain. Die spannendste Frage lautet dabei wohl: Funktioniert der Humor aus „Der Schuh des Manitu“ auch heute, fast 25 Jahre später, noch? An Bullys Seite sind natürlich erneut seine alten Weggefährten Christian Tramitz und Rick Kavanian, mit denen der als Regisseur, Autor, Produzent und Hauptdarsteller auftretende Herbig das Drehbuch verfasste.
Abahachi (Herbig), der Häuptling der Apachen, und sein Blutsbruder Ranger (Tramitz) haben vor allem ein Ziel: Frieden und Gerechtigkeit verbreiten. Eine neue, aufstrebende Bande bringt das Duo allerdings gehörig ins Schwitzen. Mehr noch: Die Verbrecher locken die beiden in eine Falle, um sich das sagenumwobene Kanu des Manitu unter den Nagel zu reißen. Falsche Anschuldigungen bringen Abahachi und Ranger schließlich an den Galgen.

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Bei „Let's Dance“ war Ex-Fußballprofi Rúrik Gíslason (links) schon, jetzt wird er auch Netflix-Star. In der Filmkomödie „Eat Pray Bark - Therapie auf vier Pfoten“ spielt er den berühmt-berüchtigten Hundetrainer Nodon. Er soll überforderten Hundehalten (von links: Kerim Waller, Anna Herrmann, Alexandra Maria Lara, Devid Striesow, Doga Gürer) helfen. (Bild: Netflix / Stephan Rabold)
In letzter Sekunde werden sie jedoch von ihrem Freund Dimitri (Kavanian) und seiner neuen Fachkraft Mary (Jasmin Schwiers) gerettet. Alles bestens also? Eher nicht! Denn das bisher Geschehene entpuppt sich als großer Plan. Das Chaos geht erst richtig los. Und einmal mehr kommt es in Abahachis und Rangers neuem Abenteuer zu zahlreichen Missverständnissen und Meinungsverschiedenheiten.
„Stromberg - Wieder alles wie immer“ - Prime Video
Und noch eine Kino-Fortsetzung eines in den 2000-ern beliebten Titels feiert nun Streaming-Premiere: „Stromberg - Wieder alles wie immer“ (ab Sonntag, 5. April, Prime Video) knüpft an die mehrfach preisgekrönte Serie „Stromberg“ (2004 bis 2012) aus der Feder von Ralf Husmann an. Die Büro-Mockumentary nach Vorbild der britischen „The Office“-Serie gehörte über Jahre zu den beliebtesten Sendungen im ProSieben-Programm. Viele Darsteller der Serie, allen voran Christoph Maria Herbst, wurden zu Stars. Nach fünf TV-Staffeln endete die Geschichte schließlich 2014 auf der großen Leinwand mit „Stromberg - Der Film“. Filialschließung, Massenentlassungen bei der Capitol-Versicherung, Bernd Stromberg, der frühere Ressortleiter der Abteilung Schadensregulierung M bis Z, gefeuert. Was wohl aus all diesen Figuren wurde, aus Stromberg, Ernie, Ulf und Co. ..?

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Bertie Gregory kommt Bienen in seiner Doku ganz nah. (Bild: Disney/National Geographic/Nadege Laici)
„Stromberg - Alles wieder wie immer“, so heißt der neue Film. Ralf Husmann schrieb das Drehbuch, Arne Feldhusen führte Regie, das alte Kreativteam also. Neben Stromberg (Christoph Maria Herbst) selbst sind unter anderem auch Ernie (Bjarne Mädel), Ulf (Oliver Wnuk), Tanja (Diana Staehly), Jennifer (Milena Dreißig) und Lars (Laurens Walter) wieder dabei. Die Story: Noch viel extremer als in der Realität ist auch in der Filmwelt inzwischen ein Kult um Bernd Stromberg entstanden. Der Hype ist so groß, dass eine Fernsehproduktion Bernd Stromberg und vier seiner ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in eine Talkshow einlädt. Wie zu erwarten eskaliert das Wiedersehen schnell, und alte Rechnungen werden beglichen ...
„Eat Pray Bark - Therapie auf vier Pfoten“ - Netflix
Man sagt: Tiere gehen - neben Kindern - immer im Film. Man denke nur an Lassie, Flipper oder die Biene Maja. Tiere wecken Emotionen: von „ach, wie süß“ bis zur bangen Sorge um den bedrohten Menschenfreund. Dem uralten Erfolgsrezept auf der Spur ist ab Mittwoch, 1. April, auch die Netflix-Komödie „Eat Pray Bark - Therapie auf vier Pfoten“. Im deutschen 90-Minüter begeben sich die unter Druck stehende Politikerin Uschi (Alexandra Maria Lara), der schlecht gelaunte Literatur-Professor Helmut (Devid Striesow) und sein Mann Ziggy (Doga Gürer), die hypersensible Babs (Anna Herrmann) sowie der schweigsame Hakan (Kerim Waller) mit ihren Vierbeinern in Therapie beim charismatischen Hundetrainer Nodon (Ex-Fußballprofi Rúrik Gíslason).
Der keltische Naturbursche pflegt in der Abgeschiedenheit Tirols ungewöhnliche Rituale, um den Vierbeinern sowie Frauchen und Herrchen näherzukommen: Da kniet der Mensch zum Bonding schon mal auf allen Vieren, um am Fellwesen zu schnuppern. Dazu gilt es, gemeinsame Herausforderungen in freier Natur zur bestehen. Wie man sich denken kann, spiegeln die Neurosen der Tiere vor allem jene ihrer Besitzer wider.
Wie in deutschen Komödien üblich, wo alles stets etwas expliziter sein muss als zum Beispiel anglo-amerikanischer Lachware, sind sämtliche Charaktere - inklusive Hunde - ein wenig zu grob gezeichnet. Nur in ganz wenigen, nachdenklichen Szenen könnte man der Four-to-the Floor-Geschichte subtile Beobachtungen unterstellen. Bei Netflix könnte das Produkt wie schon der Vorgänger „Spieleabend“ von Regisseur Marco Petry dennoch funktionieren. Warum? Wegen der klaren Erfolgszutaten des Drehbuchs: Hunde in schöner Landschaft und ihre beispielhaften Tier-Mensch-Interaktionsprobleme, die Tiertrainer und -therapeuten wie Martin Rütter zu Superstars und Medien-Gurus machten. Selbstredend spielt der Filmtitel auf den autobiografischen US-Bestseller „Eat Pray Love“ von Elizabeth Gilbert an, der 2010 mit Julia Roberts in der Hauptrolle von Ryan Murphy sehr erfolgreich verfilmt wurde.
„Die geheimnisvolle Welt der Bienen“ - Disney+
„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben“, so soll es Albert Einstein prophezeit haben. Auch wenn sich die Urheberschaft des Zitates nicht eindeutig belegen lässt, Fakt ist: Bienen zählen zu den wichtigsten Tieren der Erde, denn sie bestäuben rund ein Drittel aller Nutzpflanzen weltweit. Die Doku-Serie „Die geheimnisvolle Welt der Bienen“ aus der Emmy-prämierten Reihe „Die geheimnisvolle Welt der ...“ zeigt den Bienenstock nun auf ungewöhnliche Weise. Der Zweiteiler ist ab Mittwoch, 1. April, bei Disney+, sowie am Sonntag, 5. April, um 22 Uhr, bei National Geographic WILD zu sehen.
Mithilfe modernster Kameratechnik begleitete der renommierte Wildlife-Filmemacher Bertie Gregory Bienen über drei Jahre hinweg. In seinem Film zeigt er, wie sich Bienen-Gemeinschaften organisieren, wie sie ihre Stöcke bauen und wie sie lernen. Produziert wurde die Dokumentation abermals von Oscar-Preisträger James Cameron (“Titanic“), der bereits die Vorgänger-Dokus „Die geheimnisvolle Welt der Wale“ (2021) und „Die geheimnisvolle Welt der Pinguine“ (2025) produzierte, und von Maria Wilhelm. (tsch)

