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Das neue Album ist da - doch gehen die Rolling Stones noch einmal auf Tour?

Werden die Rolling Stones ihr neues Album „Foreign Tongues“ auch live vorstellen? (Bild: 2021 Getty Images/Ethan Miller)

Copyright: 2021 Getty Images/Ethan Miller

Werden die Rolling Stones ihr neues Album „Foreign Tongues“ auch live vorstellen? (Bild: 2021 Getty Images/Ethan Miller)

Die Rolling Stones sind zurück: Am Freitag, 10.07., veröffentlicht die legendäre Rockband ihr neues Album „Foreign Tongues“. Eine offizielle Tour zum Album ist bisher nicht bestätigt worden. Kommt da noch was?

Trends kamen und gingen, doch sie blieben bestehen: Die Rolling Stones sind vielleicht die ultimative Rockband, eine Konstante in der Musikgeschichte, die ohne ihre Pionierarbeit vermutlich ganz anders ausgesehen hätte. Nun hat die legendäre Gruppe, die bereits seit 1962 aktiv ist, ihr 25. Studioalbum veröffentlicht: „Foreign Tongues“ ist seit Freitag, 10. Juli 2026, in Plattenläden und auf Streamingservices verfügbar. Produziert wurde die Platte wie ihr Grammy-prämierter Vorgänger „Hackney Diamonds“ (2023) von Andrew Wyatt.

Das neue Album ist sicherlich ein Geschenk für Fans der Band, deren Mitglieder einst vermutlich nicht damit gerechnet haben, im Jahr 2026 noch als The Rolling Stones aktiv zu sein: Das jüngste Mitglied, Gitarrist Ronnie Wood, ist 79 Jahre alt, Frontmann Mick Jagger und Gitarrist Keith Richards haben beide das 82. Lebensjahr vollendet. Schlagzeuger Charlie Watts starb 2021 im Alter von 80 Jahren. Der heute 89 Jahre alte Bassist Bill Wyman verließ die Band 1993.

Rockmusik lebt vor allem vom Liveerlebnis - und von einer Tourankündigung fehlt bisher jede Spur. Wird es die Möglichkeit geben, die Stones nochmal live zu erleben?

2026 werden die Rolling Stones definitiv nicht auf Tour gehen

Die klassische Besetzung der Rolling Stones, von links nach rechts: Mick Jagger, Keith Richards, Brian Jones, Bill Wyman und Charlie Watts. Die Band gründete sich 1962. (Bild: 2003 Getty Images/Hulton Archive)

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Die klassische Besetzung der Rolling Stones, von links nach rechts: Mick Jagger, Keith Richards, Brian Jones, Bill Wyman und Charlie Watts. Die Band gründete sich 1962. (Bild: 2003 Getty Images/Hulton Archive)

Ende 2025 - noch vor der Ankündigung von „Foreign Tongues“ - berichtete die britische Boulevardzeitung „The Sun“ von Berichten darüber, dass Keith Richards Plänen einer Europatour im Jahr 2026 eine Absage erteilt hat. Gerüchte, die die Band kurz darauf bestätigte. Die Bestätigung führte zu Spekulationen unter den Fans: Ist die Liveband The Rolling Stones Geschichte?

Ganz so düster ist die Lage allerdings nicht. So hat Mick Jagger nun schon bei mehreren Interviews, die er anlässlich der Veröffentlichung von „Foreign Tongues“ gegeben hat, betont, dass er und Ronnie Wood sehr gerne wieder auf Tour gehen wollen würden. „Ronnie und ich haben total Lust, wir hoffen, euch alle unterwegs zu sehen“, so Jagger gegenüber der Agentur Reuters. Und Keith Richards? Der hat betont, Liveauftritte nur für 2026 ausgeschlossen zu haben. Man könne „nächstes Jahr darüber reden“, sagte er der Agentur Associated Press.

Mehrere Konzerte an einem Ort statt einer Tour?

Uneinigkeit scheint hingegen über das „Wie“ zu herrschen. So meinte Richards, er könne sich eine sogenannte Residency vorstellen, während er einer traditionellen Tour im Juni erneut eine Absage erteilte: „Ich weiß nicht, ob Touren gerade möglich sind“, so Richards in einem Gespräch mit dem Musikmagazin „Uncut“: „Ich sehe aber die Möglichkeit einer Residency irgendwo.“ Er sehe keinen Grund, warum man nicht ein paar Shows „in einem neuen Format“ organisieren könne.

Unter einer Residency versteht man mehrere Auftritte eines Künstlers am selben Ort. Üblich sind Residencies zum Beispiel in Las Vegas. Schon Frank Sinatra und Elvis Presley spielten in der für ihre Kasinos und ausufernden Partys berüchtigten US-Stadt solche Konzertreihen, unter den heutigen Superstars taten es ihnen etwa Lady Gaga und Bruno Mars gleich. 2024 spielte Adele in München eine Residenz, bei der sie über den kompletten August verteilt zehnmal auftrat.

Mick Jagger: „Ich möchte Shows spielen“

Für Künstlerinnen und Künstler haben Residencies den Vorteil, dass der oft mit zusätzlichen Strapazen einhergehende Reiseaspekt einer Tour minimiert werden kann. Auch Keith RIchards hat bestätigt, dass das eine Rolle bei seiner Präferenz spielt. Mick Jagger sieht das jedoch anders: „Ich persönlich stehe Residencies ambivalent gegenüber“, sagte der Sänger in einem Gespräch mit dem argentinischen Radiosender La Nacion. „Es kostet die Leute so viel mehr, zu einer Residency zu kommen, es kostet doppelt so viel.“ Auf den Komfortfaktor einer Residency angesprochen, reagierte Jagger eindeutig: „Aber mir macht es nichts aus, mich viel zu bewegen! Ich mag es, Orte zu bereisen!“

Dennoch muss diese Meinungsverschiedenheit zwischen dem legendären Songwriting-Duo Jagger/Richards nicht das Ende der Liveband The Rolling Stones bedeuten. Zu Gast bei dem Radiosender SiriusXM betonte Jagger, dass er in jedem Fall live spielen möchte: „Ich möchte Shows spielen, ganz egal, wie wir es machen. Ich spiele einfach gerne live.“ (tsch)

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