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„Bitte hör damit auf!“VOX-Löwen bereuen krasse Fehlentscheidung sofort

So richtig begeistert wirkt Judith William, die ein Butterbrot in Händen hält, nicht.

Copyright: RTL / Bernd-Michael Maurer

So richtig begeistert wirkt Judith Williams nicht vom Frühstücksbrot mit der dank „Butterboard“ streichzarten Butter.

Aktualisiert

Beim „Battle“ müssen die „Höhle der Löwen“-Investoren entscheiden, welcher von zwei Gründen sein Produkt genauer vorstellen darf. In der aktuellen Folgen waren sich alle einig - wenig später auch darin, eine Fehlentscheidung gefällt zu haben.

Selten hat man die Löwinnen und Löwen zunächst so einig - und dann so ratlos - erlebt.

Beim „Battle“-Pitch in der aktuellen „Die Höhle der Löwen“-Ausgabe trat ein sichtlich nervöser Familienvater aus Hagen, der seine Erfindung für Aufback-Stockbrot vorstellte, gegen einen Frühstücks-Tüftler an: Der „Butterboard“-Gründer Daniel nutzte die Chance, in nur 60 Sekunden die potenziellen Investoren neugierig zu machen, etwas geschickter.

In der Höhle der Löwen-Arena: Brot Stöcki vs. Butterboard

Für Daniel sprach, dass der Umgang mit Butter einen alltäglichen Massenmarkt berührt, während Stockbrot zwar nostalgische Erinnerungen weckt, aber doch eher ein Snack für Kindergeburtstage oder Jugendfreizeiten bleiben wird.

Deswegen fiel das Urteil eindeutig aus: Eine 5:0-Mehrheit entschied, dass der „Butterboard“-Erfinder sich ausführlich erklären durfte. Der „Brot Stöcki“-Gründer musste das Studio verlassen - schwer enttäuscht und mit Tränen in den Augen.

30.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile lautete die Wunschvorstellung des 44-jährigen Daniel. Seine Idee dreht sich darum, Butter, die morgens direkt aus dem Kühlschrank kommt, in kürzester Zeit streichzart zu machen. Möglich wird das durch zwei Wärmetausch-Plättchen, zwischen die dünne Butterscheiben geklemmt werden.

„Da ist ja wenigstens ein bisschen Physik drin“, bemerkte Frank Thelen noch, bevor die „Battle“-Entscheidung gegen die „Brot Stöcki“ gefallen war. Und dennoch war dann bei der genaueren Vorstellung der „Butterboard“-Funktionsweise die Ernüchterung groß.

Beim „Battle“-Pitch setzte sich der „Butterboard“-Gründer Daniel (links) gegen den „Brot Stöcki“-Familienvater Christian durch. (Bild:  RTL / Bernd-Michael Maurer )

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Beim „Battle“-Pitch setzte sich der „Butterboard“-Gründer Daniel (links) gegen den „Brot Stöcki“-Familienvater Christian durch.

Es ist eine ziemlich banale Angelegenheit, die zudem auch einige Fummelei und Schmierei voraussetzt. Immerhin müssen Butterscheiben dünn geschnitten werden, um sie dann zwischen den Platten anzuwärmen.

„Absoluter Quatsch“, meinte Janna Ensthaler dann doch recht schnell. Sie wirkte sichtlich enttäuscht und bereute ihre Entscheidung, nicht doch Familienvater Christian und seinem Stockbrot den Vorzug gegeben zu haben. „Ich bin überhaupt nicht überzeugt“, meinte die Unternehmerin. „Ich würde das niemals im Leben benutzen.“

Löwe Frank Thelen mit scharfer Kritik

Noch schärfer urteilte Frank Thelen. „Du bist wirklich komplett falsch abgebogen“, sagte er zum „Butterboard“-Gründer Daniel. „Meine Empfehlung ist, das sofort einzustellen“, meinte er streng. „Bitte hör damit auf!“ Der Erfinder, der so sehr von einem Erfolg träumte, hatte da so gut wie keine angemessenen Antworten, um die herbe Kritik am „Butterboard“ zu entkräften.

Es hagelte in schneller Folge Absagen. Als Ralf Dümmel sein finales Urteil verkündete, war Daniels Traum von einem Deal endgültig geplatzt. „Ich glaube nicht, dass das ein großer Markt wird“, meinte „Mister Handel“. Selten hat man so lange Gesichter gesehen in der „Höhle der Löwen“. Ein fragwürdiges Produkt, ein letztlich dann doch ziemlich unsouveräner Erfinder - und eine krasse „Battle“-Fehleinschätzung! (tsch)

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