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Billy ZaneWas macht der „Titanic“-Widerling heute?

Mit der Rolle des eifersüchtigen feinen Pinkels Caledon Hockley wurde Billy Zane weltberühmt. Am 24. Februar wird der US-Schauspieler 60 Jahre alt. (Bild: IMAGO / Capital Pictures)

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Mit der Rolle des eifersüchtigen feinen Pinkels Caledon Hockley wurde Billy Zane weltberühmt. Am 24. Februar wird der US-Schauspieler 60 Jahre alt. (Bild: IMAGO / Capital Pictures)

Mit der Rolle des eifersüchtigen Schnösels in der Katastrophen-Romanze „Titanic“ wurde Billy Zane weltberühmt. Nun wird der US-Schauspieler 60. Wie ist es ihm seit „Titanic“ beruflich ergangen?

Billy Zane hatte sich wiederholt enttäuscht darüber gezeigt, dass er nach „Titanic“ immer wieder als Bösewicht gecastet wurde.  (Bild: 2025 Getty Images/Frazer Harrison)

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Billy Zane hatte sich wiederholt enttäuscht darüber gezeigt, dass er nach „Titanic“ immer wieder als Bösewicht gecastet wurde. (Bild: 2025 Getty Images/Frazer Harrison)

Was war die Rolle für ihn? Segen? Fluch? Dass er sie verteufelt gut gespielt hat, ist nicht von der Hand zu weisen. Während die Zuschauerinnen und Zuschauer für Kate Winslet und Leonardo DiCaprio schwärmten und um das Leben ihrer Filmfiguren bangten, die wie hunderte Passagiere auch mit dem Luxusdampfer irgendwo im Niemandsmeer zu versinken drohten, wünschte man seiner Figur manches Unheil. Nichts Besseres lässt es sich über einen Schauspieler sagen, der die Aufgabe hat, einen Fiesling zu spielen. Billy Zane machte seine Arbeit in James Camerons „Titanic“ eben verteufelt gut. Fast 30 Jahre ist das her, nun wird der Schauspieler 60.

Szene aus „Titanic“: Rose (Kate Winslet) ist von ihrem Verlobten Cal (Billy Zane) nicht gerade angetan. Kein Wunder, ist der doch ein ausgemachtes SCheusal. (Bild: 20th Century Fox)

Copyright: 20th Century Fox

Szene aus „Titanic“: Rose (Kate Winslet) ist von ihrem Verlobten Cal (Billy Zane) nicht gerade angetan. Kein Wunder, ist der doch ein ausgemachtes SCheusal. (Bild: 20th Century Fox)

Zane machte es einem nicht schwer, seinen Caledon Hockley in der Katastrophen-Romanze zu hassen. Der feine Pinkel aus der ersten Klasse steckt die Zurückweisung durch seine Verlobte Rose (Kate Winslet) zugunsten des armen Malers Jack (Leonardo DiCaprio) nicht gut weg. Er rast vor Eifersucht und wütet vor Rachedurst. Um seinen Rivalen loszuwerden, schreckt Cal weder vor Intrigen noch selbst vor rabiateren Mitteln zurück. Dann entpuppt er sich auch noch als ausgemachter Feigling. Während das Schiff unaufhaltsam sinkt, schnappt er sich ein Kind, um vorzutäuschen, dass er als Vater ein Anrecht auf einen Platz im Rettungsboot hat. Ein „unvorstellbarer Mistkerl“ eben war dieser Cal, wie ihn Rose einmal nennt.

Die Rolle hatte sich Zane redlich verdient. Nach einigen kleinen Auftritten, etwa mit seinem Schauspieldebüt in „Zurück in die Zukunft“, feierte er 1989 seinen Durchbruch mit Phillip Noyce' Thriller „Todesstille“ - einem Film, der einige bemerkenswerte Ähnlichkeiten mit dem acht Jahre späteren „Titanic“ aufweist. Die Handung spielt ebenfalls auf hohe See. Auch hier sinkt ein Schiff, wodurch ein Hauptcharakter zu sterben droht. Vor allem aber: Auch in „Todesstille“ gibt Zane den Bösewicht, der sich auf einer Yacht dem Glück eines Ehepaares (Nicole Kidman und Sam Neill) gewaltsam in den Weg stellt. James Cameron wird den gefeierten Film ebenfalls gesehen haben.

Billy Zane Kampf für seine Unabhängigkeit

In der untergegangenen Amazon-Sere war Billy Zane in einer tragenden Rolle zu sehen. (Bild: 2014 Amazon.com Inc., or its affiliates)

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In der untergegangenen Amazon-Sere war Billy Zane in einer tragenden Rolle zu sehen. (Bild: 2014 Amazon.com Inc., or its affiliates)

Dass er bei „Titanic“ mitmachte, bereute Billy Zane nicht. Es sei ein „Geschenk“ gewesen, Teil eines so wunderbaren Films zu sein“, sagte er einmal. (Bild: 2025 Getty Images/Monica Schipper)

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Dass er bei „Titanic“ mitmachte, bereute Billy Zane nicht. Es sei ein „Geschenk“ gewesen, Teil eines so wunderbaren Films zu sein“, sagte er einmal. (Bild: 2025 Getty Images/Monica Schipper)

Es sollte aber „Titanic“ sein, wo Zane seine größte und auffälligste Rolle spielte. Dass er in dem Welterfolg dabei war, darauf ist der in Chicago, Illinois geborene Schauspieler stolz. Es sei ein „Geschenk“ gewesen, Teil eines so wunderbaren Films zu sein“, sagte er 2012 der Webseite „Digital Spy“. Mehr noch: „Es war ein Segen“. Allerdings folgte dem Segen schon bald der Fluch. Denn während Winslet und DiCaprio durch „Titanic“ zu Superstars aufstiegen, verschwand Zane zunehmend aus dem Rampenlicht.

Zwar spielte er seit „Titanic“ in unzähligen Filmen mit, knapp 200 Produktionen hat er mittlerweile auf dem Konto, doch waren es in der deutlichen Überzahl eher kleine, künstlerisch kaum nennenswerte Produktionen, in denen er dazu in unauffälligen Nebenrollen zu sehen war. Dass es meist Fieslinge waren, darüber äußerte sich Zane nicht nur einmal enttäuscht. „Ich wurde zu einem Synonym dafür, Bösewichte zu spielen“, sagte er mit Blick auf seine Rolle in „Titanic“ und nicht ohne Fingerzeig auf einen ewigen Missstand in Hollywood. „Sie versuchen immer, den „Film des letzten Jahres“ zu machen [...], anstatt den „Film des nächsten Jahres“, so der Schauspieler.

Trotzdem gelang es ihm immer und wieder, aus der Tretmühle auszubrechen. Indem er zum einen durchaus auch Rollen abseits des Stereotypen an Land ziehen konnte. Wie zuletzt mit der Filmbiografie „Waltzing with Brando“ (2024), wo er hochgelobt den großen Schauspieler Marlon Brando verkörperte. Oder indem er zweitens bald begann, für seine künstlerische Freiheit als Regisseur einzustehen. Auch hier hielt sich der Erfolg in Grenzen, doch spricht der Versuch für sein Ringen um Unabhängigkeit. Die Eintönigkeit in Hollywood, sagte er zu „Digital Spy“, „zwingt dich dazu, erfinderischer und unabhängiger zu werden, deine eigenen Filme zu drehen und dein eigenes Leben zu gestalten.“ (tsch)

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