Bernhard Brink Warum ist der Schlagerstar von Handys so sehr genervt?

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Bernhard Brink (hier im November 2016 mit Florian Silbereisen) ist seit vielen Jahren im Schlagergeschäft unterwegs.

Köln/Berlin – In mehr als 40 Jahren im Musikbusiness hat er so ziemlich alles gesehen. Bernhard Brink ist ein absoluter Dauerbrenner der Schlager-Branche. Im Gespräch mit EXPRESS zeigt sich der Sänger gut gelaunt, spricht offen über die Herkunft seiner Texte und verrät auch das ein oder andere Geheimnis.

  • Bernhard Brink veröffentlicht neues Album
  • Schlagerstar Bernhard Brink verrät wo seine Texte herkommen
  • Bernhard Bring: Welches Karriere-Ziel der Schlagersänger noch erreichen will

Die Zahlen sind beeindruckend: 50 Alben hat Bernhard Brink in seiner Karriere veröffentlicht, dazu noch einmal doppelt so viele Singles. Kaum zu glauben, dass einem da immer noch etwas Neues einfällt. „Klar. Ich habe auch ein gutes Team hinter mir stehen mit sehr begabten Autoren. Meine neuen Plattenfirma Telamo hat ein Songwriting-Camp veranstaltet mit richtig begabten Leuten und hat einige junge Autoren unter Vertrag, die wunderbar schreiben und tolle Ideen haben“, erzählt er unumwoben.

Schlagerstar Bernhard Brink verrät wo seine Texte herkommen

Seit Ende Mai 2021 ist das fertige Werk „lieben und leben“ auf dem Markt, für Brink „das schönste Album, das ich jemals hingekriegt habe“. Dann schiebt er hinterher: „Klar, das sagt jeder immer über sein neues Album, aber hier glaube ich wirklich daran.“

Der Schlager von heute – auch seiner – habe sich „gewaltig gesteigert“.

Doch das Image der Schlagersänger ist nicht das Beste in der Branche. Das merkte Brink etwa auch 2018 bei den „#wirsindmehr“-Konzerten gegen Rechtsextremismus in Chemnitz. Auch er hätte gerne Flagge gezeigt und wäre aufgetreten. Gegenüber EXPRESS sagt er: „Die Veranstalter denken, dass die Rockmusiker nicht neben uns auf der Bühne stehen wollen. Aber wir haben auch eine Meinung für die wir einstehen.“

Bernhard Brink über Image der Schlagersänger

So wie bei der Aktion „Alarmstufe Rot“ in der Corona-Krise, als er vorne mit dabei war. „Klar ist das auch so eine Image-Geschichte. Schlager wird oft immer noch ein bisschen als ‚Tralala‘ abgetan.“ Doch er habe aufgehört sich darüber aufzuregen.

Dennoch: Brink ist authentisch – und das kommt bei den Fans an. Auch in den sozialen Medien, mit denen sich der 69-Jährige immer mehr anfreundet. Heute sammeln die Musikstars Likes und Herzchen, früher waren es noch Briefe. 30.000 waren es bei Brink nach seinem ersten Auftritt in der ZDF-„Hitparade“ im April 1972.

Brink erinnert sich: „Normalerweise kam der Postbote in Nordhorn bei meinen Eltern immer mit einer Kiste für die ganze Straße. Dann hatte er den Kofferraum voll.“ Und er verrät auch, was er mit den ganzen Briefen gemacht hat: „Die haben wir alle bearbeitet und unzählige Autogrammkarten zurückgeschickt.“ Inzwischen geht auch das einfacher.

Bernhard Brink: Smartphones nerven den Schlagerstar – warum?

Auf Konzerten ist Brink allerdings kein Freund der Smartphones. „Das finde ich gar nicht so toll. Wenn man mal bei kleiner Festivität singt, auf einem Mülleimer steht um Freude zu machen und dann landet das danach direkt im Netz. Man kann ja kaum noch irgendwo hingehen, ohne, dass einer sein Handy hinhält“, sagt er. In seiner Berliner Heimat ist das anders. „Der Berliner ist cool“, so Brink. „Ich bin ja jetzt auch nicht Brad Pitt.“

Was ihn nach 40 Jahren aber weiterhin antreibt: „Es macht einfach Spaß!“, erklärt der Sänger sein Durchhaltevermögen. Er sagt aber auch: „Das wichtigste ist immer Gesundheit. Die Einschläge kommen näher – privat und beruflich. Mit 69 muss man darauf achten. Aber ein Karriere-Ziel hat er noch im Blick. Brink: „Ich habe noch nie einen Nummer-Eins-Hit gehabt. Ich habe vieles erlebt, vieles erreicht – aber jetzt nochmal die erfolgreichste Chartplatzierung der Karriere hinzulegen, würde mich natürlich extrem freuen.

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