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„Bares für Rares“Alte Technik-Perle entlockt Händler kaum zu glaubendes Geständnis

Horst Lichter hatte in der Dienstagsausgabe der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ zwar keinen blassen Schimmer, was das alte Gerät auf seinem Tisch alles kann. Doch zumindest wurde Experte Sven Deutschmanek mit dem C64 von Commodore zurück in seine Jugend versetzt. Leider hatte der Computer aber einen Defekt.

Horst Lichter hatte in der Dienstagsausgabe der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ zwar keinen blassen Schimmer, was das alte Gerät auf seinem Tisch alles kann. Doch zumindest wurde Experte Sven Deutschmanek mit dem C64 von Commodore zurück in seine Jugend versetzt. Leider hatte der Computer aber einen Defekt. 

Sven Deutschmanek kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Immerhin war der C64 ein Kult-Gerät aus seiner Jugend. Nur Horst Lichter fand irgendwie keinen Zugang zu dem „Brotkasten“ - genauso wie ein Händler, der ein schockierendes Technik-Geständnis ablegte.

Horst Lichter hatte in der Dienstagsausgabe der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ zwar keinen blassen Schimmer, was das alte Gerät auf seinem Tisch alles kann. Doch zumindest wurde Experte Sven Deutschmanek mit dem C64 von Commodore zurück in seine Jugend versetzt. Ähnlich ging es auch einem Händler. Doch leider hatte der beliebte Heimcomputer einen Haken.

Barbara und Georg aus Arnsberg entdeckten den C64 erst vor Kurzem auf dem Dachboden wieder. Der Verkäufer hatte den Heimcomputer in den 1980er-Jahren „für viele hundert D-Mark“ neu gekauft. „Damals war so ein Apparat böse teuer“, bestätigte Lichter. Weiter ging sein Fachwissen aber nicht, denn ihn erinnerte der Name Commodore nur an den Autohersteller Opel. Dafür sprang Sven Deutschmanek als Experte ein, der nicht nur wusste, dass die amerikanische Firma Commodore bereits in den 1950er-Jahren Taschenrechner produzierte. Deutschmanek kannte auch den exakten Release-Preis des C64, der „damals in den USA 579 Dollar gekostet hat“ und zwischen 1983 und 1986 gebaut wurde.

„Die Mehrzahl der Leute hat das Ding zum Zocken gekauft“, erklärte Deutschmanek und gestand: „Ich habe damals immer ‚Winter Games‘ gespielt.“ Lichter hingegen hatte bereits abgeschaltet, denn „alles was du erzählst, habe ich keine Ahnung von“. Doch der Experte geriet erst noch so richtig ins Schwärmen: „Wir hatten damals noch die alten Joysticks, die nach einem halben Jahr schon kaputt waren, weil man so wild gespielt hat“, badete Deutschmanek in Erinnerungen an seine Jugend.

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„Also, ich war viel draußen spielen“, entgegnete Lichter, als ihn Deutschmanek ganz entgeistert ansah, weil er nicht einmal die alten Joysticks mit Saugnäpfen kannte. „Das war meine Jugend“, protestierte Deutschmanek, der zudem das Design des alten Computers, den viele Fans liebevoll als „Brotkasten“ bezeichnen, immer noch „richtig gut“ fand. Doch leider gab es ein Problem. Der Experte hatte mehrere Bildschirme im Vorfeld getestet, aber die Tastatur mit integrierter Technik schien nicht zu funktionieren: „Eigentlich sollte Kanal 36 ein Bild bringen ...“

„Bares für Rares“-Händler entpuppt sich als Technik-Verweigerer

Trotzdem wollte der Experte den C64 „nicht schlecht reden“, selbst wenn er aktuell nicht funktionierte. Denn die Tastatur war in einem sehr guten Zustand, zudem waren der Originalkarton und das Benutzerhandbuch noch vorhanden. „Und das ist absolut sammelnswert“, so Deutschmanek. Dafür wünschte sich der Verkäufer 20 bis 100 Euro. Im funktionsfähigen Zustand wäre der Computer bis zu 200 Euro wert, glaubt Deutschmanek. Doch da der Experte das Ausmaß des Defekts nicht einschätzen konnte, taxierte er 50 bis 80 Euro. Lichter war nicht nur von dem Preis „überwältigt“, sondern vor allem von so viel Fachwissen von Sven Deutschmanek.

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Auch im Händlerraum wurde der C64 als „Meilenstein der Entwicklung“ geschätzt. „Meine Güte, einer der ersten Computer“, rief Thorsden Schlößner und freute sich, „dass ich den nochmal wiedersehe“. Doch danach kam die Frage nach der Funktionsfähigkeit, die der Verkäufer leider verneinen musste. „Kein Bild?“, seufzte eine enttäuschte Susanne Steiger. Immerhin war der Karton noch dabei, meinte die Händlerin. Aber auch das Argument schien Sitznachbar Julian Schmitz-Avila nicht zu überzeugen, ein Gebot abzugeben. „Ich bin froh, dass ich in meiner Firma bis heute keinen Computer habe und dabei bleibt es“, machte der Händler ein kaum zu glaubendes Technik-Geständnis. Danach bot Schlößner „ganz vorsichtig“ 20 Euro.

Etwas mehr traute sich Christian Vechtel zu bieten und erhöhte auf 30 Euro. Und bei diesem Preis wollte Schlößner auch schon aussteigen. Doch Vechtel erklärte schnell: „Thorsden macht noch 40 Euro und ich 50 Euro.“ Schlößner lächelte und meinte: „So geht's auch.“ Doch nun schien das Ende der Fahnenstange tatsächlich erreicht. Es kamen auch keine Gebote mehr und Schmitz-Avila fasste zusammen: „Der Arbeitsspeicher ist aufgebraucht.“ Aber somit kam Vechtel endlich zu seinem Commodore C64, „den ich mir mit elf Jahren nicht leisten konnte“, gestand der Händler freudig.

„Bares für Rares“: Teure Marken-Uhr wird zum Schnäppchen

Als weiteres Objekt der Sendung wurden Art-Déco-Ohrhänger mit Diamanten, von Wendela Horz um 1930 datiert, angeboten. Für den Schmuck aus Platin und Weißgold wünschte sich die Verkäuferin 300 bis 500 Euro. Expertin Horz schätzte 500 bis 600 Euro und Händlerin Susanne Steiger zahlte 720 Euro.

Zwei realistische Porzellanvögel der Porzellanfabrik Karl Ens waren laut Colmar Schulte-Goltz „unter Sammlern höchst populär und sehr begehrt“. Für Flamingo und Wellensittich aus den 1960er-Jahren wurden 150 bis 200 Euro gewünscht. Schulte-Goltz schätzte gar auf 200 bis 250 Euro. Doch Christian Vechtel bekam die schrägen Vögel für 150 Euro.

Ein Brillantring aus 750er Weißgold stammte Wendela Horz zufolge wohl aus Amerika und wurde um 1950 gefertigt. Die Verkäuferin wünschte sich 1.000 Euro. Die Expertin schätzte den Wert auf 800 Euro und Christian Vechtel zahlte letztlich 750 Euro.

Eine Breitling-Uhr aus dem Jahr 2000 war mit einer „Emergency“-Funktion ausgestattet, um im Notfall Signale über eine bestimmte Satellitenfrequenz senden zu können. Der Wunschpreis und auch der Expertisenpreis von Deutschmanek lagen bei 2.500 bis 3.000 Euro. Thorsden Schlößner zahlte 2.100 Euro. (tsch)