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Apple TV huldigt der guten alten ZeitSo wild ist Ryan Reynolds' neuer Actionknaller „Mayday“

Der abtrünnig werden wollende Russe und der abgestürzte US-Pilot: Kenneth Branagh (links) und Ryan Reynolds müssen sich zusammenraufen. (Bild: © Apple TV)

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Der abtrünnig werden wollende Russe und der abgestürzte US-Pilot: Kenneth Branagh (links) und Ryan Reynolds müssen sich zusammenraufen. (Bild: © Apple TV)

Ryan Reynolds und Kenneth beschwören in „Mayday“ mitten im Kalten Krieg den Geist der Buddy-Movies herauf.

Ex-KGB-Agent Nikolai (Kenneth Branagh, links) hilft dem US-Piloten Troy (Ryan Reynolds), im sibirischen Winter zu überleben. (Bild: © Apple TV)

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Ex-KGB-Agent Nikolai (Kenneth Branagh, links) hilft dem US-Piloten Troy (Ryan Reynolds), im sibirischen Winter zu überleben. (Bild: © Apple TV)

Ob die 1980er-Jahre wirklich eine gute alte Zeit waren? Darüber kann man diskutieren. Sicher ist: Damals haben „echte“ Kerle im Kino jeglichen Widrigkeiten gerne mit harten Fäusten und flotten Sprüchen getrotzt. Dabei sind vollkommen unterschiedliche Typen nicht selten Freunde geworden: Apple TV lässt das Genre Buddy-Movie nun wieder auferstehen. Ab 4. September versuchen Ryan Reynolds und Kenneth Branagh in der Actionkomödie „Mayday“ als abgestürzter US-Pilot und ehemaliger KGB-Agent der sowjetischen Kälte der 1980er-Jahre zu entkommen.

Der eine will nach Hause, der andere in das gelobte Land: Wie in Buddy-Movies üblich, ist es ein ungleiches Paar, das da aufeinandertrifft: Nachdem der US-Pilot Troy (Reynolds) auf geheimer Mission abstürzt, wird er vom grimmigen Ex-KGB-Agenten Nikolai (Branagh) gerettet. Der abtrünnig werden wollende Russe Nikolai hat eine Schwäche für die US-Popkultur, die Demokratie und „Top Gun“.

Nikolai (Kenneth Branagh) kümmert sich rührend um einen abgestürzten US-Piloten und hofft auf ein Ticket nach Amerika. (Bild: © Apple TV / Jan Thijs)

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Nikolai (Kenneth Branagh) kümmert sich rührend um einen abgestürzten US-Piloten und hofft auf ein Ticket nach Amerika. (Bild: © Apple TV / Jan Thijs)

Wer Ryan Reynolds in den „Deadpool“-Filmen gesehen hat, kann sich eine ungefähre Vorstellung davon machen, wie die Ausreisebemühungen von Troy und Nikolai ablaufen. Nicht ganz so blutig, aber mit Action, bitterbösem Humor - und eben einer gehörigen Prise 80er-Jahre-Nostalgie.

Mit der Atomrakete durch Moskau

Troy (Ryan Reynolds) traut dem Braten nicht: Sein russischer Retter ist schließlich ein erklärter Klassenfeind. (Bild: © Apple TV / Jan Thijs)

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Troy (Ryan Reynolds) traut dem Braten nicht: Sein russischer Retter ist schließlich ein erklärter Klassenfeind. (Bild: © Apple TV / Jan Thijs)

So unterschiedlich die beiden Männer aufgrund ihrer Herkunft auch sein mögen: Sie haben mehr gemeinsam, als sie glauben. Der Kalte Krieg hat zwar ganze Arbeit geleistet und die Unversöhnlichkeit der beiden großen weltpolitischen Blöcke auf die Menschen übertragen. Irgendwann allerdings lassen sie sich nicht mehr alles gefallen - vor allem, wenn die große Politik sehr konkrete Auswirkungen auf das persönliche Leben hat.

Dass Misstrauen der falsche Weg ist, dass man als Einzelner durchaus etwas Menschlichkeit wagen kann, das ist eine Erkenntnis aus dem bisweilen arg albernen Film. Ebenso, dass im Westen längst nicht alles Gold ist, was glänzt, und im Osten eigentlich gar keine Monster wohnen.

Diese Erkenntnis kommt schlussendlich auch bei Troy und Nikolai an: Sie helfen sich immer wieder gegenseitig aus der Patsche, bis es nur noch einen gemeinsamen Ausweg gibt. Also heizen sie in halsbrecherischen Manövern mit einem dieser mächtigen Atomraketen-LKW durch Moskau, um nach dem letzten Strohhalm zu greifen - in der Hoffnung auf ein Happy End im „Top Gun“-Stil. (tsch)

Tahsim Durgun studierte Germanistik und Geschichte auf Lehramt, als er mit einem Video über Kommaregeln viral ging. Seither thematisiert er auf seinen Accounts die deutsche Sprache, aber auch die kurdische Kultur. (Bild: Lina Tesch)
Content-Creator Tahsim Durgun im Interview
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