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Anna SchudtBeim Handy zeigt die Dreifach-Mama klare Kante

Das Ehepaar Anna Schudt, Schauspielerin, und Moritz Führmann, Schauspieler, kommen zur Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2024 ins Coloneum.

Copyright: picture alliance/dpa

Anna Schudt, eine der gefragtesten deutschen Schauspielerinnen, mit ihrem Mann Moritz Führmann 2024 in Köln. Bei der Erziehung der drei Söhne zieht das Schauspielerpaar an einem Strang.

Schauspielerin Anna Schudt hat klare Vorstellungen in der Erziehung. Und lobt ihren Mann Moritz Führmann für einen wunderbaren Satz.

Im ZDF-Film „Das verschwundene Kind“ (19. Oktober 2026; bereits im Stream) geht es um einen verhaltensauffälligen Jungen, der alle Hof-WG-Bewohner schwer auf die Probe stellt. Hauptdarstellerin Anna Schudt (52) ist selbst Mutter von drei Jungen. Warum ihre beiden Jüngsten (15 und 14) erst jetzt ein Handy bekommen haben und was sonst noch auf ihrer „No Go“-Liste steht, verrät sie im Sonntag-EXPRESS.

Manchmal knallt's auch bei ihrer Familie. „Sonst wäre es ja furchtbar langweilig“, schmunzelt Anna Schudt. Anders als beim ältesten Sohn, der schon erwachsen ist, würden jetzt Pubertät und Wechseljahre zusammenprallen. „Doch wenn die Hormone Wellen schlagen, muss ich mich als Erwachsene im Griff haben“, meint sie. Sie sage sich immer: „Sie sind nicht schuld, das sind die Hormone, das kann man nur mit viel Humor abfangen.“

Anna Schudt ist daheim gerne „die Kümmerin“

Was zum Beispiel? Die Schauspielerin, die seit 2010 mit ihrem Kollegen Moritz Führmann (48) verheiratet ist, lacht: „Mein Mann und ich führen als Schauspieler ein sehr unstetes Leben. Da bin ich gern Kümmererin, wenn ich zu Hause bin. Dann lassen die Jungs sich natürlich gerne mal bedienen, sitzen auf dem Sofa und sperren die Schnäbel auf – bis ich dann irgendwann doch was sage.“ Doch eigentlich könne sie sich wirklich nicht beklagen. „Ich bin sehr zufrieden und sehr stolz auf sie. Unser wichtigstes Erziehungsziel ist, glaube ich, sie zu liebenswürdigen Menschen zu erziehen, denn sonst kann man meiner Meinung nach weder die Familie noch die Gesellschaft formen. Respekt und Ordnung – ohne Ordnung kann man nicht denken – sind für uns wichtige Werte. Glücklicherweise sind die beiden Jungs von sich aus sehr diszipliniert. “

Für Fans von Anna Schudt: „Geburten sind spannender als jeder Krimi“

Sie seien sehr gut in analoger Kommunikation. Könnte natürlich daran liegen, dass die Teenies bis vor wenigen Wochen noch kein Handy hatten – was sie bis dato auch nicht sonderlich vermisst hätten. Ein Thema, das in vielen Familien für Stress sorgt. „Mein Mann hat dazu einen klugen Satz gesagt: ‚Nenn’ mir eine Familie, in der das Familienleben durch das Smartphone besser geworden ist‘.“ Jetzt, wo die Jungs in einem Alter seien, in dem sie sozial ins Hintertreffen geraten würden, was Verabredungen angeht, hätten sie ein Handy. „Ich finde es trotzdem schade, dass es nicht mehr anders geht“, bedauert die Düsseldorferin, die ihren Ehemann einst auf der Düsseldorfer Bühne kennengelernt hatte.

Die vier Freunde Inga Volkmann (Anna Schudt), Sophie Buchholz (Julia Koschitz), Bodo Herzog (Hans Löw) und Thies Buchholz (Mark Waschke) müssen bei der Suche nach dem zwölfjährigen Aaron ihre Idee des gemeinsamen Lebens in einer Hofgemeinschaft in Frage stellen.

Copyright: ZDF/Andrea Kueppers

Anna Schudts neuer Film „Das verschwundene Kind“ läuft am Montag, 19. Oktober, um 20.15 Uhr im ZDF – und ab sofort im Stream. Das Foto zeigt Ann Schudt (links) mit ihren Kollegen Julia Koschitz, Hans Löw und Mark Waschke.

Am 16. Oktober wird die ganze Familie im Publikum sitzen. Dann feiert Anna Schudt im Düsseldorfer Schauspielhaus mit Tschechows „Möwe“ Premiere. „Theater ist meine Heimat, ohne ist der Beruf nur halb so schön“, schwärmt sie – obwohl sie zu den meistbeschäftigten Schauspielenden im TV gehört. Und, haben die Kinder – wie so viele andere in der Branche – auch Interesse, in die Fußstapfen der Eltern zu treten? Sie schüttelt den Kopf: „Mein Ältester ist erwachsen und in einer ganz anderen Branche unterwegs. Die beiden Jüngeren haben bisher kein Interesse gezeigt.“

Sie hätte sie „bis zu einem gewissen Alter“ aber auch nie vor die Kamera gelassen, erklärt uns Anna Schudt. „Du kapierst nicht, wenn du zu jung bist, dass es nicht um deine Person geht, wenn dir alle sagen, dass du toll bist, sondern dass es nur um das Produkt geht. Und dann ist es hart, wenn du in der echten Welt plötzlich keinen Lolli kriegst.“