Wehrdienst-Fragebogen ignoriert? Das kostet 250 Euro.
Strafe für Wehrdienst-MuffelWer den Fragebogen ignoriert, muss 250 Euro Bußgeld zahlen

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Rund 200.000 junge Leute sind schon aufgefordert worden, den Fragebogen zum Wehrdienst auszufüllen. (Archivfoto)
Wer als junger Mann den neuen Fragebogen zum Wehrdienst ignoriert, dem droht eine saftige Strafe. Das Verteidigungsministerium plant ein Bußgeld von 250 Euro für Verweigerer. Eine Sprecherin des Ministeriums bestätigte diese Absicht gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, nachdem der „Spiegel“ einen entsprechenden Artikel veröffentlicht hatte.
Eingeführt wurde der neue Wehrdienst bereits zum Jahreswechsel. Seitdem bekamen 194.000 junge Menschen, die frisch 18 wurden, Post – im Zeitraum von Mitte Januar bis zum 24. April. In dem Schreiben war ein QR-Code enthalten, der sie zu einem digitalen Fragebogen leitet. Während Männer zur Beantwortung verpflichtet sind, steht es Frauen frei, teilzunehmen. Mit dieser Methode möchte die Bundeswehr herausfinden, wer motiviert und geeignet für einen Job bei den Streitkräften ist.
Die meisten machen mit: 86 Prozent antworten pünktlich
Laut einem Bericht des „Spiegel“ ist die Resonanz groß: 86 Prozent der kontaktierten Männer haben das Formular bereits innerhalb der anfänglichen Vier-Wochen-Frist zurückgeschickt. Nachdem eine erste Erinnerung versendet wurde, füllten zusätzlich fünf Prozent den Bogen aus.
Wird das Formular auch zwei Wochen nach einer zweiten Erinnerung ignoriert, droht ein Ordnungswidrigkeitsverfahren. Am Ende könnte eine Geldstrafe stehen. Die Sprecherin des Ministeriums erklärte gegenüber der dpa: „Nach den aktuellen hausinternen Planungen ist ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro vorgesehen“.
Bundeswehr legt Standorte fest: 24 Musterungszentren geplant, auch in NRW
Zusätzlich hat das Verteidigungsministerium die Orte für 24 neue Musterungszentren bekannt gegeben. Dort sollen ab Mitte 2027 junge Menschen auf ihre Tauglichkeit für die Bundeswehr geprüft werden – körperlich, psychisch und intellektuell. An 16 Orten, an denen die Bundeswehr bereits präsent ist, werden die neuen Zentren entstehen, zum Beispiel in Bonn, Dresden, Hamburg und Kiel.
Acht zusätzliche Musterungszentren sind außerdem in Bielefeld, Braunschweig, Dortmund, Jena, Kempten, Offenburg, Regensburg und Würzburg geplant. Das erste dieser Zentren soll laut Ministerium voraussichtlich noch in diesem Jahr an den Start gehen. (dpa/red)
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