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Erst krank, dann verspottetUS-Spitzenpolitiker auf bizarren „Vermisstenanzeigen“ gesucht

Mitch McConnell, damals Führer der republikanischen Minderheit im Senat, spricht während einer Pressekonferenz zum Thema Grenzsicherheit.

Copyright: Jose Luis Magana/AP/dpa

Mitch McConnell, damals Führer der republikanischen Minderheit im Senat, spricht während einer Pressekonferenz zum Thema Grenzsicherheit. (Archivbild)

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Satirische Fahndung in Washington: Eine Protestgruppe macht sich mit Plakaten über Mitch McConnell lustig – als „Schildkröte“.

In Washington, D.C. sorgen derzeit ungewöhnliche Plakate für Aufsehen: Eine politische Protestgruppe macht sich mit einer gefälschten Vermisstenanzeige über den republikanischen US-Senator Mitch McConnell lustig. Dabei wird der 84-Jährige unter anderem als „schildkrötenähnlich“ beschrieben.

Wie das US-Magazin „People“ berichtet, sind in den Straßen der US-Hauptstadt Plakate mit der Überschrift „MISSING PERSONS“ aufgetaucht. Darauf ist ein Foto des langjährigen Senators zu sehen.

Die Urheber der Aktion sparen nicht mit Spott. In der Beschreibung wird McConnell als „84 Jahre alt“ und „5'9" groß“ dargestellt. Als besonderes Merkmal nennen die Verfasser seine angebliche Vorliebe dafür, „Dinge im Senat zu blockieren“. Der abschließende Hinweis ist ebenfalls als Seitenhieb gemeint: „Wenn Sie Informationen über seinen Verbleib haben, behalten Sie diese bitte für sich. Er würde es auch tun.“

Politische Protestaktion gegen Republikaner Mitch McConnell

Hinter den Plakaten steckt die Organisation „Save America Movement“ (SAM), eine politisch aktive Gruppe, die sich gegen die MAGA-Bewegung und führende Republikaner richtet. Mit der satirischen Aktion wollen die Aktivisten auf die längere Abwesenheit McConnells aufmerksam machen.

Der Hintergrund ist allerdings ernst: Der einflussreiche Republikaner McConnell war Mitte Juni nach einem Sturz in seinem Haus in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Seitdem befindet sich der Senator nach Angaben seines Büros in medizinischer Behandlung und Rehabilitation.

Weil sein Team über längere Zeit nur wenige Details zu seinem Gesundheitszustand veröffentlichte, entstanden in den USA zunehmend Spekulationen über seine mögliche Rückkehr in den Senat. Auch die Frage, ob der Republikaner seine politischen Aufgaben weiterhin vollständig wahrnehmen kann, sorgte für Diskussionen.

Nach Angaben seines Büros absolviert der 84-Jährige weiterhin intensive Physiotherapie und arbeitet an seiner Genesung. Eine ärztliche Freigabe für die Rückkehr an seinen Arbeitsplatz im US-Senat liegt demnach bislang noch nicht vor. (jag)

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