Blackout-Gefahr steigt Russlands Drohnen-Angriffe treffen auch Deutschland und den Westen

Feuerwehrleute arbeiten nach dem Beschuss auf Gebäude durch eine Drohne. Russland hat am Montagmorgen Kiew erneut mit Drohnen angegriffen. In der Ukraine ist im Krieg sehr viel kaputtgegangen.

Zerstörung durch iranische Drohnen am 17. Oktober 2022: Die Ukraine leidet unter den russischen Angriffen.

Die russischen Drohnenangriffe gelten neben zivilen Zielen auch der kritischen Infrastruktur. Das Stromnetz der Ukraine ist schwer beschädigt, der Staat schaltet den Strom ab. Die angebotenen Stromlieferungen nach Deutschland und Europa sind nicht mehr möglich.

Immer mehr Menschen bereiten sich auf einen schwierigen Winter vor, neben den steigenden Energie-Preisen ist es vor allem die Angst vor einem Blackout, der Sorgen bereitet. Und derzeit steigt die Gefahr von Stromengpässen. Der Grund: Die russischen Angriffe auf die Infrastruktur der Ukraine.

Nach Angaben der Regierung von Präsident Wolodymyr Selenskyj haben die Drohnenangriffe 30 bis 40 Prozent der kritischen Strominfrastruktur zerstört, derzeit sind eine Million Menschen ohne Strom in den von Russland attackierten Gebieten. Die Ukrainer sollen im Winter frieren.

Russland will den Willen der Ukraine brechen

Das Ziel: Den ukrainischen Willen brechen, den Angriff verlangsamen, aber auch die westliche Unterstützung schwächen, glaubt Politik-Professor Gerhard Mangott im „Münchner Merkur“: „Die Folgen der Angriffe könnten eine neue, große Flüchtlingswelle in den Westen nach sich ziehen und soll dort die demokratischen Systeme ins Wanken bringen, so die Hoffnung.“

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Sie könnten aber auch direktere Auswirkungen haben. Denn die Ukraine ist seit kurzem an das europäische Stromnetz angeschlossen, wollte Energie in diesem Winter Richtung Westen exportieren. Das dürfte jetzt nicht mehr möglich sein und bringt gerade Deutschlands Achillessehne, die Energieversorgung, wieder deutlich zum Vorschein.

Wie sehr der Westen schon Teil der russischen Kriegsstrategie ist, zeigt ein anderes kurioses Detail. So sind in den vergangenen Monaten rund 100 Hochleistungskameras von Canon an schwedischen Radarfallen gestohlen worden. Stückpreis: 23 000 Euro. Die gleichen Kameras wurden nun in den Drohnen gefunden, die die Ukraine attackieren.

Auffälligkeiten auch in Norwegen: Da kaufte in den vergangenen Jahren die russisch-orthodoxe Kirche gleich mehrere Gebetshäuser in unmittelbarer Nähe von NATO-Einrichtungen. Das Kirchen-Oberhaupt ist wie Wladimir Putin ein ehemaliger FSB-Agent.

Sieben Personen wurden in der vergangenen Woche wegen Spionageverdachts festgenommen. Die Angst: Putin könnte es auf die norwegische Gasversorgung für Europa abgesehen haben.

Russlands Krieg gegen die Ukraine, er wird auch immer mehr zum Test der Widerstandsfähigkeit der Menschen in den westlichen Ländern. Weitere Sabotageakte sind nicht auszuschließen. Blackouts drohen. Es wird ein schwieriger Winter werden.

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