Ukraine-Krieg Nato-Chef spricht sich für Lieferung schwerer Waffen aus

Eine Soldatin der russischen Armee blickt durch ein Scharfschützenzielfernrohr, während sie und andere Soldaten und Soldatinnen eine Gruppe ausländischer Journalisten und Journalistinnen bewachen.

Die Ukraine fordert mehr Lieferungen schwerer Waffen, um sich gegen Russland zu wehren. Das Foto vom 11. Juni 2022 ist ein Symbolbild.

Nato-Chef Jens Stoltenberg hat sich für die Forderung ausgesprochen, mehr schwere Waffen an die Ukraine zu liefern.

Auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat sich für weitere Lieferungen schwerer Waffen an die Ukraine ausgesprochen. „Ja, die Ukraine sollte mehr schwere Waffen haben“, sagte der Norweger am Dienstag (14. Juni 2022) in Den Haag.

„Denn davon sind sie absolut abhängig, um sich gegen die brutale russische Invasion zu wehren“, meinte Stoltenberg weiter. Die Regierung in Kyjiw hatte in den vergangenen Tagen nachdrücklich und wiederholt die Lieferung schwerer Waffen von westlichen Staaten gefordert.

Nato-Chef spricht sich für Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine aus

Präsident Wolodymyr Selenskyj verwies auf die militärische Überlegenheit der russischen Angreifer. Die Lage in der östlichen Donbass-Region seines Landes sei daher sehr schwierig. Die Ukraine brauche etwa Artillerie mit großer Reichweite, um es mit den russischen Geschützen aufnehmen zu können.

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Insbesondere die Haltung Deutschlands hatte Kyjiw in diesem Zusammenhang als zu zögerlich kritisiert. Die Bundesregierung hatte nach langem Zögern die Lieferung einer Reihe schwerer Waffen zugesagt, darunter Gepard-Flugabwehrpanzer und die Panzerhaubitze 2000.

Die Kritik wies Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zurück. Zum einen habe Berlin Kyjiw „von Anfang an“ militärisch unterstützt, sagte Scholz. Zum anderen wäre es „ein Fehler gewesen“, moderne Waffensysteme wie die Panzerhaubitze 2000 „einfach auszuliefern ohne jede Instruktion, ohne Ausbildung“.

Nato-Chef Stoltenberg sagte nun, das Bündnis habe seine Lieferungen bereits „intensiviert“. Auch würden Beamte und Beamtinnen am Mittwoch in Brüssel zusammenkommen, um weitere Unterstützung, einschließlich der Lieferung schwerer Waffen, zu koordinieren.

Stoltenberg war in den Niederlanden von Regierungschef Mark Rutte und Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen empfangen worden. Zugegen waren auch die Staats- und Regierungschefs von Polen, Rumänien, Lettland, Portugal und Belgien im Vorfeld des Nato-Gipfels in Madrid Ende Juni. (afp/gr)

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