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Ukraine-Krieg Coca-Cola steht in der Kritik – Supermärkte reagieren mit Boykott

Krieg in der Ukraine 2022: Eine Konsequenz ist, dass Supermärkte Coca-Cola aus den Regalen schmeißen. Unser Archivbild wurde 2020 gemacht.

Krieg in der Ukraine 2022: Eine Konsequenz ist, dass Supermärkte Coca-Cola aus den Regalen schmeißen. Unser Archivbild wurde 2020 gemacht.

Immer mehr westliche Firmen ziehen sich wegen Putins Krieg gegen die Ukraine vom russischen Markt zurück. Doch längst nicht alle gehen diesen radikalen Schritt. Das sorgt für Kritik – und einen Boykott der ukrainischen Supermärkte.

Immer mehr internationale Unternehmen treffen die Entscheidung, sich aus dem russischen Markt zurückziehen.

Putins Russland fällt wirtschaftlich offenbar immer mehr auf das Niveau vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991 zurück, viele Milliarden von Investitionen werden gestoppt.

Ukraine-Krieg: Boykott einer Einzehandelskette

Internationale Unternehmen, die weiterhin in dem Land produzieren, stehen derweil unter Druck. Auch in den sozialen Netzwerken wird ganz offen zu einem Boykott aufgerufen. Eine ukrainische Einzelhandelskette reagiert nun und kündigt die Auslistung des größten Softdrinkherstellers an.

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Die Energieriesen ExxonMobil, BP und Shell ziehen sich aus dem russischen Markt zurück, ebenso die US-Giganten:

  • Apple
  • Google
  • Facebook
  • Walt Disney

Auch H&M und Volkswagen sowie Mercedes-Benz, Toyota stoppten ihre Arbeit dort.

Doch einige internationale Unternehmen produzieren weiterhin in dem Land – obwohl sie ihre Unterstützung der Ukraine erklärten.

Ukraine-Krieg: Coca-Cola kündigt Unterstützung für Ukraine an

Auch Coca-Cola zeigt sich empathisch. Der Konzern erklärte offiziell auf seiner Webseite, dass die Gedanken bei den Betroffenen in der Ukraine seien. „Unser Fokus liegt auf unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der Unterstützung humanitärer Hilfsmaßnahmen in der Ukraine und der Region“, schreibt das Unternehmen.

Der Abfüller Coca-Cola HBC hat vor einer Woche in Kiew seine Produktion gestoppt. Die Mitarbeiter wurden teilweise evakuiert.

Ukraine-Krieg: Boykott von Coca-Cola in Supermärkten in der Ukraine

Das Unternehmen habe 1 Million Euro für das Rote Kreuz in der Ukraine gespendet, man unterstütze auch die Nachbarländer, welche derzeit Hunderttausende Ukrainerinnen und Ukrainer aufnehmen, mit Getränkespenden.

Doch anders als andere internationale Unternehmen hat Coca-Cola nicht offensiv erklärt, sich vom russischen Markt zurückzuziehen.

Dies wiederum führt nun zu einem Coca-Cola-Boykott in der Ukraine: Die ukrainische Fozzy Group, einer der größten Handelskonzerne des Landes, erklärte, die Produkte des Softdrink-Giganten aus den Regalen zu schmeißen.

Ukraine-Krieg: Coca-Cola zieht sich nicht aus Russland zurück

Der Verkauf von Coca-Cola, Sprite, Fanta, Schweppes, BonAqua-Mineralwasser, FuzeTea-Eistee & Co. werde nun eingestellt. „Ab heute entfernen wir alle Produkte aus den Regalen von Silpo, Fora, FOZZY Cash&Carry, Market Super Thrash (Thrash)-Läden und stellen alle zukünftigen Lieferungen ein“, wird eine Erklärung des Unternehmens von einer ukrainischen Nachrichtenagentur zitiert.

„Unsere Supermarktkette kooperiert nicht weiter mit dem Unternehmen Coca-Cola, das weiterhin im Land des Angreifers operiert. Wir geben alle Produkte der Marke auf“, hieß es auch von der Supermarktkette Novus.

Auch die Supermarktkette Varus kündigte die Beendigung des Verkaufs von Coca-Cola-Produkten an. „Wir haben diese Entscheidung unter Berücksichtigung der offiziellen Position des Unternehmens Coca-Cola getroffen, seine Aktivitäten auf dem Markt des Angreiferlandes fortzusetzen.“

Ukraine-Krieg: Hashtag #BoycottCocaCola geht viral

Nach den Erklärungen der ukrainischen Händler, Coca-Cola aus dem Sortiment zu werfen, gab es auch viel Kritik in den sozialen Netzwerken – am Samstag trendete zeitweise der Hashtag #BoycottCocaCola.

Auch deutsche Handelsketten haben bereits auf den Ukraine-Krieg reagiert und angekündigt, russische Produkte aus den Regalen zu verbannen, darunter Rewe, Penny, Netto und Aldi. Die Edeka-Zentrale, die für den nationalen Einkauf verantwortlich ist, erklärte,  bereits seit längerer Zeit keine aktiven Geschäftsbeziehungen zu Herstellern mit Sitz in Russland zu führen.

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