Bieter-Krieg um Kieler Werft: TKMS mit Kampfansage
„Geld allein baut keine Schiffe“TKMS-Chef mit Kampfansage an Konkurrent Rheinmetall

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German Naval Yards und TKMS teilen bereits ein Werftgelände. (Archivbild.)
Im Bieter-Krimi um eine Kieler Werft gibt es jetzt eine klare Kampfansage. Der Marineschiffbauer TKMS lässt sich vom konkurrierenden Angebot des Düsseldorfer Rüstungskonzerns Rheinmetall nicht einschüchtern und hält an seinen eigenen Übernahmeplänen fest.
„Geld allein baut keine Schiffe“, lautet die unmissverständliche Botschaft des Kieler Firmenchefs Oliver Burkhard in Richtung Rheinmetall. Er räumt zwar ein, dass der Konkurrent aus NRW finanziell potenter sei, doch das allein sei nicht entscheidend.
Bieter-Krieg um Kieler Werft eskaliert
Beide Konzerne, TKMS und Rheinmetall, wollen die Marinewerft German Naval Yards in Kiel übernehmen, die zur französischen Gruppe CMN Naval gehört. Während TKMS schon länger im Rennen ist, hat Rheinmetall erst am Donnerstag ein unverbindliches Angebot abgegeben und den Druck damit deutlich erhöht.
Für Rheinmetall ist der Schiffbau ein völlig neues Geschäftsfeld. Erst Ende Februar hatte der Düsseldorfer Konzern die Marinesparte der Bremer Werftengruppe Lürssen übernommen und damit den Einstieg in die Branche gewagt.
Burkhard will „kein Wettbieten“
Burkhard macht klar, dass er sich nicht auf einen Preiskampf einlassen will, der wirtschaftlich keinen Sinn ergibt. Er habe zwar „einen Preis im Kopf“, werde aber nicht in ein Wettbieten einsteigen.
Und was sagt der Eigentümer? Von der französischen Muttergesellschaft CMN Naval gab es auch auf Anfrage bislang keine Stellungnahme zu dem Bieter-Duell. (dpa/red)
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