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Eingeschmolzen statt verkauftMünz-Panne kostet Finanzministerium 1,4 Millionen Euro

Die „Sammlermünze Hl. Drei Könige“

Copyright: BVA

Die „Sammlermünze Hl. Drei Könige“ erscheint nun mit einem neuen Wert.

Teure Panne! Das Finanzministerium ließ Münzen für knapp 1,4 Millionen Euro einschmelzen.

Eingeschmolzen statt verkauft: Die Silbermünzen „Heilige Drei Könige“ aus dem Jahr 2025 sind für rund 733.000 Euro eingeschmolzen worden. Den Verkauf hatte das Bundesfinanzministerium zuvor abgesagt, weil der Nennwert der Münzen wegen der gestiegenen Silberpreise unter dem Materialwert lag. Über die Kosten der Wiederverwertung berichtete der „Spiegel“ am Samstag unter Verweis auf eine Antwort des Ministeriums auf eine Berichtsbitte des Grünen-Haushälters Sebastian Schäfer.

Neben den Heiligen Drei Königen betraf das auch die Münzen „125 Jahre Wuppertaler Schwebebahn“, für deren Einschmelzen rund 624.000 Euro an Kosten entstanden; insgesamt also knapp 1,4 Millionen Euro. Beide Münzsorten seien „in einer Prägestätte deformiert“, eingeschmolzen und mit neuem Nennwert versehen worden.

Finanzministerium ließ Münzen für knapp 1,4 Millionen Euro einschmelzen

Jetzt gibt es einen zweiten Versuch für die Weihnachtsmünzen mit den Heiligen Drei Königen, die so mit einem Jahr Verspätung am Donnerstag in den Verkauf gehen. Ihr Nennwert wurde von 25 auf 50 Euro verdoppelt, der Silberanteil zugleich reduziert. Die Münze zum Schwebebahn-Jubiläum ist bereits mit einem Nennwert von 35 statt 20 Euro im Handel. Das Ministerium rechne daher trotz der entstandenen Kosten noch mit einem „deutlichen Münzgewinn im oberen einstelligen Millionenbereich“.

Die Drei-Königs-Münze ist laut Bundesbank Teil der 2021 begonnenen Serie „Weihnachten“. Der Entwurf des Künstlers Christian Dögerl zeigt die Heiligen Drei Könige, mittig darunter das Christuskind in der Krippe und im Hintergrund zwei Dromedare. Darüber ziert der Stern von Bethlehem mit Schweif die Münze. Umrahmt wird die Szene von der Umschrift „Heilige Drei Könige“. Frühere Motive waren etwa ein Adventskranz oder der Herrnhuter Stern.

Auf der Wertseite ist neben dem Bundesadler, den zwölf Europasternen, der Umschrift „Bundesrepublik Deutschland“ und dem Nennwert („50 Euro“) das ursprüngliche Prägejahr 2025 zu sehen. Die Münze hat einen Durchmesser von 30 Zentimetern und wiegt 21 Gramm. (KNA)