Ein vereitelter Drohnen-Anschlag am Flughafen Leipzig/Halle wirft düstere Schatten. Neue Ermittlungsakten belasten den russischen Geheimdienst GRU schwer.
Sprengstoff-Drohne am FlughafenBrisante Spur führt zu russischem Geheimdienst

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Eine Drohne der Polizei ist über einer Flugzeugtragfläche zu sehen. (Symbolbild)
Nach dem verhinderten Drohnen-Angriff am Flughafen Leipzig/Halle gibt es neue brisante Hinweise, die offenbar direkt zum russischen Militärgeheimdienst GRU führen. Die „Welt am Sonntag“ meldet unter Berufung auf vertrauliche Untersuchungsakten, dass ein russischer Bürger als Logistiker für die Aktion verantwortlich sein soll.
Laut Informationen aus Sicherheitskreisen soll der verdächtige Mann über die Türkei in die Bundesrepublik gelangt und später vom Flughafen Berlin-Brandenburg aus nach Serbien geflogen sein. Besonders heikel: Seine Verbindung zu einem Geheimdienst war den Behörden bei der Ankunft bekannt, eine Überwachung erfolgte jedoch nicht. Mittlerweile hält sich die Person wieder in Russland auf, während der Kreml jegliche Verwicklung bestreitet.
Sprengstoff und Zünder passen zu russischen Mustern
Am 4. August wurde abends eine Drohne mit Sprengstoffladung in der Nähe einer ukrainischen Antonow-Transportmaschine gefunden und entschärft. Nach Angaben der Bundesregierung decken sich der Sprengstoff, die Zündtechnik und der Aufbau des Fluggeräts mit Mustern, die von anderen hybriden Aktionen Russlands bekannt sind.
Die diplomatischen Folgen trafen auch die Region: Infolge des Zwischenfalls schloss die deutsche Regierung Anfang September das russische Generalkonsulat in Bonn. Die Antwort aus Moskau war die Schließung vom deutschen Konsulat und von mehreren Goethe-Instituten auf russischem Territorium. (red)
