Steuer-Plan: Mehr Geld für kleine und mittlere Einkommen?
Belohnung für MalocherKlingbeil plant Steuer-Entlastung für kleine und mittlere Einkommen

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SPD-Chef Lars Klingbeil hat schon einige Ideen, wie die Steuerreform aussehen könnte. (Archivbild)
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) macht bei der Einkommensteuer-Reform jetzt richtig Druck. Sein Plan soll schon in wenigen Wochen auf dem Tisch liegen. Das klare Ziel: Menschen mit kleinen und mittleren Gehältern sollen spürbar entlastet werden.
„Diejenigen, die jeden Tag den Laden am Laufen halten, müssen am Ende mehr in der Tasche haben“, erklärte der Vizekanzler der „Süddeutschen Zeitung“. Die Finanzierung ist aber die große Frage. Klingbeil hat dazu eine eindeutige Haltung: „Spitzenverdiener mit sechsstelligen Gehältern müssen hierzu ihren Beitrag leisten.“
Hunderte Euro mehr für fast alle?
Die große Steuer-Änderung der schwarz-roten Koalition ist für den 1. Januar 2027 geplant. Bereits Ende März formulierte Klingbeil ein gewaltiges Versprechen: 95 Prozent der Arbeitnehmer sollen profitieren, „und zwar merklich, mit einigen hundert Euro im Jahr“. Für unzählige Menschen in Köln und der Region wäre das eine riesige Erleichterung.
Das Problem an der Sache: Das Ganze kostet einen Haufen Geld, viele Milliarden Euro. Und genau bei der Gegenfinanzierung gibt es Zoff in der Koalition. Die SPD will hohe Einkommen und Erbschaften stärker belasten, doch die Union findet das gar nicht gut.
Union stellt klar: Keine „reine Umverteilung“
Auch von Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) kommt eine deutliche Ansage. Das Ziel sei eine „echte Entlastung möglichst vieler Steuerzahler“, äußerte er gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Eine simple Umverteilung kommt für ihn nicht infrage: „Ich halte es nicht für zielführend, die Reform vollkommen aufkommensneutral und als reine Umverteilung zu gestalten. Vielmehr sollte eine echte Entlastung möglichst vieler Steuerzahler gelingen, was insbesondere der Binnenkonjunktur nutzt.“
Klingbeil lässt die Kritik an der Koalition derweil nicht auf sich sitzen. „Wir arbeiten hart daran, dass wir den Reformstau der letzten 20 Jahre überwinden“, konterte er. Die Regierung stoße gewaltige Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung an und bringe die Sozialsysteme auf den neuesten Stand. (dpa/red)
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