Klare Kante von CSU-Boss Markus Söder: Ein Social-Media-Verbot für Teenager kommt für ihn nicht in die Tüte. Stattdessen gibt's eine Ansage an die Eltern und einen Seitenhieb für die CDU.
Söders Breitseite gegen Social-Media-Verbot„Bringt doch gar nichts!“

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Söder zeigt sich beim Thema Social-Media-Verbot weiterhin äußerst skeptisch. (Archivbild)
Gegenüber dem Sender ntv erklärte Söder, dass er Gesprächen über einen besseren Schutz für Jugendliche nicht verschlossen sei, wie die dpa meldet. Eine Sperre sei aber der komplett falsche Ansatz. „Ich höre und lese in Australien, dass dieses große Social-Media-Verbot zu was führt? Zu gar nichts, weil alles umgangen werden kann.“
Söders Vorwurf: „Weil die Eltern nicht dafür sorgen.“
Auf den sozialen Netzwerken existieren bereits heute Altersbeschränkungen. Söders direkte Frage und Antwort dazu lautet: „Warum klappt es nicht? Weil die Eltern nicht dafür sorgen.“
Der bayerische Ministerpräsident stellte außerdem eine Gegenüberstellung auf: „Alle wollen, dass man jünger wählt, dass man die Strafmündigkeit heruntersetzt“, doch bei „Social Media hoch“. Seine Schlussfolgerung dazu: „Ich bin da zurückhaltend.“
Die Diskussion um solche Sperren gewinnt hierzulande an Fahrt, nachdem Australien im vergangenen Dezember als erste Nation eine Social-Media-Sperre für Personen unter 16 Jahren durchgesetzt hat. Söder äußerte sich schon zuvor ablehnend und meinte, eine solche Regelung würde Plattformen wie Tiktok oder Instagram für junge Menschen nur noch reizvoller machen.
Klatsche für CDU-Vorstoß: „Nicht nur so ein Blabla“
Die CDU als Schwesterpartei hatte bei ihrem Treffen im Februar entschieden, zum Schutz von Minderjährigen eine Altersgrenze von 14 Jahren für die Nutzung von sozialen Netzwerken wie Tiktok und Instagram zu fordern. Für Söder ist das aber nur Gerede. Der Beschluss liefere keine Idee, wie die Umsetzung technisch funktionieren solle. „Ich würde mir gerne anschauen, ob es da einen konkreten technischen Vorschlag gibt, nicht nur so ein Blabla: ‚wir müssen, wir sollen‘.“
Der Zoff um den Jugendschutz und den Umgang mit Social Media dürfte also zwischen CDU und CSU noch für ordentlich Gesprächsstoff sorgen. (red)
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