Steinigung, Enthauptung... Saudi-Arabiens drakonischer Strafenkatalog

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Machtanspruch in der Region: Saudi-Soldaten bei einer Übung.

Saudi-Arabien, das unheimliche Königreich der Ölprinzen. Mit der Massen-Hinrichtung von 46 Menschen untermauerten die Scheichs ihren blutigen Machtanspruch in der Region.

Laut Saudi-Arabien waren die Hingerichteten „Terroristen“. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International schreibt aber: „Neue Gesetze setzten Kritik an der Regierung und andere friedliche Protestaktionen faktisch mit Terrorismus gleich.“

Die Todesstrafe wird in Saudi-Arabien auch für Verbrechen ohne Todesfolge verhängt. Doch auch Dieben, Räubern und „Gotteslästerern“ drohen drakonische Strafen. Ein Überblick.

Strafen in Saudi-Arabien

Todesstrafe

Todesstrafe

Zahl der Hinrichtungen massiv gestiegen

Ein Amnesty-Bericht von Sommer 2015 zeigt schockierende Erkenntnisse.

  • Im ersten Halbjahr 2015 gab es 102 Hinrichtungen, im ganzen Jahr 2014 waren es 90.
  • Durchschnittlich alle zwei Tage wird ein Mensch hingerichtet, meist durch Enthauptung.
  • Hingerichtet werden auch Jugendliche.
  • Viele Todesurteile werden in unfairen Gerichtsverhandlungen verhängt.

Amnesty: „Das saudische Recht basiert auf der Scharia, dem islamischen Strafrecht ohne klare Definition von Straftatbeständen. Die Richter haben deshalb einen großen Ermessensspielraum, der in Willkür ausartet.“

Willkür, die durch die jüngsten Hinrichtungen noch ausgeweitet wurde. 

(mto)

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