Hape Kerkeling spricht über Hass im Netz und das Präsidentenamt.
Komiker reagiert auf PetitionHape Kerkeling: „Ja, das traue ich mir zu“

Copyright: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
Hape Kerkeling über Hass im Internet: „Da tobt ein Stellvertreterbürgerkrieg.“ (Archivbild)
Aktualisiert:
Klare Ansage von Hape Kerkeling! Der bekannte Entertainer (61) prangert die krasse Enthemmung im Netz an und erklärt, weshalb er sich sogar das Präsidentenamt zutrauen würde.
„Theoretisch wurde ich im Netz schon gelyncht für all das, was ich gesagt habe“, erklärte der Künstler in einem Podcast zum diesjährigen CSD in Leipzig, für den er als Botschafter agiert. Derartige massive Anfeindungen erlebe er insbesondere, seit er sich klar gegen Rechts ausspricht.
Kerkeling für das höchste Amt? Initiative findet riesigen Zuspruch
Kerkeling wählt drastische Worte für die Online-Zustände: „Da tobt wirklich ein Stellvertreterbürgerkrieg, den wir Gott sei Dank auf den Straßen noch nicht ausfechten.“ Aus genau diesem Grund sei es jedoch umso entscheidender, die eigene Haltung unmissverständlich zu äußern.
Der Entertainer, der durch seine Figur Horst Schlämmer und den Bestseller „Ich bin dann mal weg“ bekannt wurde, erregt momentan auch politisch Aufmerksamkeit. Eine Online-Petition mit dem Titel „Hape Kerkeling als Bundespräsident“ zählte bis Samstagvormittag (13. Juni 2026) schon über 47.000 Befürworterinnen und Befürworter.
Und wie steht Hape selbst dazu? Auf die Anmerkung, ob er sich das höchste deutsche Staatsamt zutrauen würde, gibt er eine unerwartete Antwort: „Wenn ich so in die Welt schaue und mir angucke, wer in der Welt in führenden Positionen das Sagen hat, dann bin ich geneigt zu sagen: Ja, das traue ich mir zu.“
Hierbei nahm er unter anderem Bezug auf die USA.
Deutliches Statement zum CSD: „Wir müssen Vielfalt wollen“
Kerkeling ist in diesem Jahr Schirmherr für den Christopher Street Day (CSD) in Leipzig und im brandenburgischen Golßen. Für ihn ist der CSD viel mehr als nur eine riesige Feier – er sei vor allem ein Ringen um Bürgerrechte, welche heute erneut gefährdet seien. „Wir müssen deutlich sagen – alle miteinander, die Mehrheitsgesellschaft – dass wir Vielfalt wollen.“
Diversität, so Kerkeling, sei heilsam für die Gesellschaft und ermögliche eine Gemeinschaft auf Augenhöhe. Er sprach sich außerdem dafür aus, die Rechte von queeren Personen stärker in der Verfassung zu verankern.
Wegen terminlicher Engpässe wird er bei den CSDs in Leipzig (18. Juli) und Golßen (20. Juni) jedoch nicht vor Ort sein. Er räumte auch ein, dass ihm Massenveranstaltungen generell nicht besonders liegen: „Privat bin ich eher eine zurückhaltende Type und reiße mich gar nicht so sehr darum, im Mittelpunkt zu stehen.“
Trotzdem äußerte er sich begeistert über Leipzig als eine seiner favorisierten Städte in Deutschland und pries das Flair, die Weltoffenheit sowie die große Herzlichkeit der Leute dort. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
