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Lieferketten-Chaos Raucher und Raucherinnen in Panik: Werden jetzt auch noch Zigaretten knapp?

Eine Frau raucht eine Zigarette. Wer Marlboro-Zigaretten raucht, könnte in Deutschland Nachschubprobleme bekommen.

Werden in Deutschland die Zigaretten knapp? Das Foto vom 27. Mai 2014 ist ein Symbolbild.

Bei Marlboro-Zigaretten könnte es in Deutschland zu Lieferengpässen kommen. Werden jetzt auch noch die Zigaretten knapp?

Wer Marlboro-Zigaretten raucht, könnte in Deutschland Nachschubprobleme bekommen. Der Tabakkonzern Philip Morris, der in Europa die Marlboro-Rechte hält, teilte am Freitag (3. Juni 2022) auf Anfrage mit: „Wegen der weltweit angespannten Lage auf den Rohstoffmärkten (etwa der Verknappung von Kartonagen) kann es tatsächlich kurzfristig zu Engpässen kommen – allerdings nur bei einzelnen Verpackungsgrößen.“

Die Lieferketten würden kontinuierlich angepasst werden, um die Engpässe zu bewältigen. Die Firma wies darauf hin, dass Konsumenten und Konsumentinnen kurzfristig auf andere Verpackungsgrößen ausweichen könnten.

Nicht nur Marlboro: Lieferengpässe auch in der Tabakbranche

Zuvor hatte die „Bild“ über die Probleme berichtet. Die Zeitung zitierte einen Großhändler, demzufolge die Verknappung deutlich zu spüren ist. Philip Morris hat unter anderem ein Werk in Charkiw in der Ukraine, das wegen des Krieges Ende Februar heruntergefahren wurde. Ob die Lieferprobleme in Deutschland mit der Situation in dem Werk zusammenhängen, ließ die Firma offen.

Die Engpässe bei Marlboro sind kein Einzelfall. Der Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR) teilte schon am Freitag, 3. Juni 2022, mit, dass auch in der Tabakbranche Lieferengpässe sichtbarer würden. „Der Engpass von Kartonagen ist auch für Tabakunternehmen ein Problem, da bestimmte Packungsgrößen derzeit nicht mehr lieferbar sind“, sagte VdR-Hauptgeschäftsführer Michael von Foerster.

Er begründete dies mit den globalen Lieferketten-Problemen und dem knappen Frachtraum in Schiffen. „Auch für Unternehmen aus der Tabakbranche wird das Problem immer größer, da die Kostensteigerung bei Produktions- und Lieferkosten deutlich spürbar ist.“ Der VdR vertritt mittelständische Unternehmen aus der deutschen Tabakbranche.

Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartigen Erzeugnisse (BVTE), der alle großen Tabakkonzerne außer Philip Morris vertritt, teilte hingegen mit: „Unsere Mitgliedsunternehmen sind nicht betroffen, wir haben keine Lieferschwierigkeiten.“ (dpa)

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