Alarm in Stuttgart! Die Absatzzahlen von Porsche sind im freien Fall.
Porsche wird zur BelastungAbsatz bricht weltweit ein, nur in Deutschland gibt es ein Plus

Copyright: Marijan Murat/dpa
Absatz von Porsche geht zurück. (Archivbild)
Porsche in der Klemme: Die Verkaufszahlen sind im Keller. Harte Zeiten für den Zuffenhausener Autobauer: Porsche kämpft mit Problemen in Nordamerika und China, was zu einem deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen führt. Die Volkswagen-Tochtergesellschaft veräußerte im ersten Jahresviertel 2026 global 60.991 Autos, wie die „dpa“ meldet. Dies entspricht einem Minus von 15 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres.
Die Ursachen dafür sind vielfältig: So endet die Fertigung der Verbrenner-Modelle von Cayman und Boxster, und in den Vereinigten Staaten fielen steuerliche Vorteile weg. Laut Porsche-Vertriebsvorstand Matthias Becker bewegt sich der Absatz jedoch im Rahmen der Prognosen. „Der Fokus in den kommenden Monaten liegt nun auf der Markteinführung des vollelektrischen Cayenne“, welcher ab dem Sommer an Kunden geht.
Riesen-Einbruch im Reich der Mitte
Vor allem in China hat es Porsche eiskalt erwischt. Die Verkäufe sanken dort um heftige 21 Prozent auf lediglich 7.519 Fahrzeuge. Ein wesentlicher Faktor: Die Immobilienkrise sorgt dafür, dass reiche Chinesinnen und Chinesen ihr Geld zusammenhalten. Obendrein ist der Hersteller dafür bekannt, bei Preisnachlässen äußerst knauserig zu sein.
Ein spürbarer Dämpfer zeigte sich ebenfalls auf dem bedeutenden Markt in Nordamerika mit einem Rückgang von elf Prozent auf 18.344 ausgelieferte Autos. In den europäischen Ländern (Deutschland ausgenommen) stürzten die Verkaufszahlen sogar um 18 Prozent ab.
Lichtblick in der Heimat
Der einzige Lichtblick kommt ausgerechnet aus der Bundesrepublik. Nur in Deutschland konnten die Stuttgarter ein Wachstum verzeichnen. Die Verkäufe kletterten hier um vier Prozent auf 7.778 Autos. Während international gezögert wird, bleiben die deutschen Kunden also treu.
Ein Blick auf die einzelnen Baureihen zeigt: Der Cayenne führt mit 19.183 Einheiten weiter die Liste an, auch wenn seine Verkaufszahlen um vier Prozent nachgaben. Der klare Sieger ist jedoch eine Legende: Der Absatz des 911-Sportwagens schoss um beeindruckende 22 Prozent auf 13.889 Stück in die Höhe.
Macan als Problemfall
Zum Problemfall entwickelt sich dagegen der Macan, dessen Absatz um 23 Prozent abstürzte. Als Ursachen gelten der zähe Start in die E-Mobilität sowie das Ende steuerlicher Förderungen. Von insgesamt 18.209 abgesetzten Macan-Modellen waren lediglich 8.079 die brandneue, rein elektrische Ausführung.
Für die Muttergesellschaft Volkswagen wird der frühere Gewinnbringer Porsche so zu einer finanziellen Last. Der Gewinn nach Abzug der Steuern brach im letzten Jahr um heftige 91,4 Prozent auf nur noch 310 Millionen Euro ein – zum Vergleich: 2024 lag dieser Wert bei beinahe 3,6 Milliarden Euro. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
