Paukenschlag vor Corona-Gipfel Erste Pläne zu Maßnahmen durchgesickert

Mit den Corona-Plänen hat wohl niemand in Deutschland gerechnet. Vor dem Bund-Länder-Gipfel ist eine Beschlussvorlage durchgesickert. Die Inhalte sind spektakulär.

Deutschland will die meisten Corona-Maßnahmen beenden. Vor dem nächsten Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch (16. Februar 2022) sind nun erste Details zu den geplanten Beschlüssen durchgesickert. Es zeichnet sich ein klarer Öffnungsplan an. Alle „tiefgreifenden Schutzmaßnahmen“ sollen demnach entfallen.

Zentrales Datum, ab wann die Corona-Regeln deutlich zurückgefahren werden, ist demnach bereits der 20. März 2022. Lediglich sogenannte „Basisschutzmaßnahmen“ sollen dann noch weiter gelten.

Corona: Maßnahmen sollen schnell zurückgefahren werden

Dabei hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zuletzt keine großen Hoffnungen auf schnelle Öffnungen gemacht. Vor allem aufgrund des schleppenden Impffortschritts in Deutschland sieht Lauterbach eine Rücknahme der Corona-Schutzmaßnahmen noch skeptisch.

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Eine Beschlussvorlage für den Corona-Gipfel am Mittwoch der Länder schlägt nun allerdings deutlich andere Töne an. Ab dem 20. März sollen alle „tiefgreifenden Maßnahmen“ demnach beendet werden. Hintergrund für dieses Datum sind die vom Bundestag beschlossenen Corona-Schutzmaßnahmen, die zum 19. März 2022 auslaufen. Die Ministerpräsidenten stehen einer Verlängerung offenbar entgegen.

Beschlussvorlage zu Corona-Gipfel stellt Datum für Freedom Day in Aussicht

Die Beschlussvorlage ist als pdf-Datei verfügbar und ist auf den 13.2.2022, 23.30 Uhr datiert. Die zentrale Aussage in dem Papier: „Bis zum kalendarischen Frühjahrsbeginn am 20. März 2022 sollen die weitreichenden Einschränkungen des gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens schrittweise zurückgenommen werden.“

Schon bis zum 20. März soll es dem Plan zufolge also schon Öffnungen geben. „In einem ersten Schritt werden private Zusammenkünfte für Geimpfte und Genesene mit mehr Teilnehmenden möglich. Bislang galt eine Obergrenze von 10 Personen. Jetzt sollen sich wieder deutlich mehr Personen treffen können. In Klammern wird die Zahl 20 zur Diskussion in den Raum gestellt.

Corona: 2G-Regel im Einzelhandel soll schon früher fallen

Nächster deutlicher Schritt zu Öffnungen in Deutschland: Die Beschränkungen für den Einzelhandel sollen fallen. Heißt, die 2G-Regel wird beendet und bundesweit sollen wieder alle Personen unabhängig von ihrem Impfstatus Zugang zu Läden bekommen. Allerdings sollen in Innenräumen weiter Corona-Masken getragen werden, so das Papier weiter.

Auch in Restaurants und Hotels sollen die Beschränkungen weitestgehend fallen. Demnach wird dann eine 3G-Regel (Geimpft, Genesen, Getestet) gelten. Auch Discos und Klubs sollen wieder öffnen können, allerdings nur mit einer 2G-Plus-Regel. Der 4. März steht dafür als Datum im Raum.

Fußball und Konzerte: Großveranstaltungen wohl bald wieder möglich

Gute Nachrichten auch für Fußball-Fans. Zumindest nach der Beschlussvorlage sollen in den Stadien dann wieder Zuschauer zugelassen werden. Auch andere Großveranstaltungen wie Konzerte sind mit einbegriffen.

In dem Papier heißt es dazu: „Bei überregionalen Großveranstaltungen (inklusive Sport) können Genesene und Geimpfte (2G-Regelung) bzw. Genesene und Geimpfte mit tagesaktuellem Test oder dritter Impfung (2G-Plus-Regelung) als Zuschauerinnen und Zuschauer teilnehmen.“

Auch zu den zugelassenen Zuschauerzahlen macht das Papier konkrete Vorschläge: „Bei Veranstaltungen in Innenräumen ist maximal eine Auslastung von [40] Prozent der jeweiligen Höchstkapazität zulässig, wobei die Personenzahl von [4.000] Zuschauenden nicht überschritten werden darf. Bei Veranstaltungen im Freien ist maximal eine Auslastung von [60] Prozent der jeweiligen Höchstkapazität zulässig, wobei die Personenzahl von [25.000] Zuschauenden nicht überschritten werden darf.“

Ab dem 20. März sollen dann praktisch alle Corona-Regeln aufgehoben werden. Einzig die Maskenpflicht soll wohl noch verlängert werden. „Insbesondere in Innenräumen und in Bussen, Bahnen etc. sollen weiterhin Masken getragen werden“, so die Beschlussvorlage. (jv)

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