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NRW-Boss schlägt AlarmTausende Jobs weg – „strukturelle Erosion der Volkswirtschaft“

NRW-Unternehmerpräsident Arndt G. Kirchhoff

Copyright: Shireen Broszies/dpa

Die Bundesregierung solle die Versäumnisse der letzten beiden Jahrzehnte grundlegend korrigieren, forderte Unternehmerpräsident Anrdt G. Kirchhoff im Beisein von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). (Archivbild)

Harte Abrechnung: NRW-Wirtschaftsboss schlägt Alarm

Harte Ansage in Düsseldorf! Direkt vor CDU-Größe Friedrich Merz rechnete Arndt G. Kirchhoff, der Chef der NRW-Unternehmer, mit der Ampel-Regierung ab. Seine Worte sind ein Alarmzeichen für das ganze Bundesland.

„Viele Unternehmerinnen und Unternehmer sind frustriert und enttäuscht über die mangelnde Reformfähigkeit der Politik“, so die deutlichen Worte von Kirchhoff, dem Vorsitzenden der Landesvereinigung der Unternehmensverbände NRW. Bei dem Unternehmertag seiner Organisation, der in Düsseldorf stattfand, verlangte der Unternehmer-Chef von der Bundesregierung endlich „Mut zur Veränderung“.

An der Zusammenkunft nahmen ungefähr 500 Personen teil. Nach Kirchhoffs Rede war Merz als Hauptredner eingeplant.

NRW-Wirtschaft: „Strukturelle Erosion unserer Volkswirtschaft“

Ein Reformpaket sei überfällig, um Ausgaben zu reduzieren, Beschäftigung zu fördern, Einsatz zu honorieren und Vertrauen zurückzugewinnen, meinte Kirchhoff. Die deutsche Ökonomie stagniert bereits seit sieben Jahren. In Nordrhein-Westfalen, dem industriellen Herz Deutschlands, ist die Fertigung seit dem Jahr 2018 um satte 20 Prozent zurückgegangen. Aktuell gehen dort jeden Monat circa 2.800 Arbeitsplätze in der Industrie verloren. Sein bitteres Resümee: „Wir erleben hier die strukturelle Erosion unserer Volkswirtschaft.“ Die Bundesrepublik habe über Jahre notwendige Erneuerungen verschlafen.

Laut dem Unternehmerpräsidenten steht die aktuelle Regierung vor der riesigen Aufgabe, die Fehler der vergangenen 20 Jahre auszubügeln. Seine Botschaft an die Politik ist glasklar: „Wer Reformen weiter aufschiebt, entscheidet sich für einen weiteren Verlust der Wettbewerbsfähigkeit.“

Bekenntnis zur sozialen Marktwirtschaft

In Richtung von SPD und Gewerkschaften stellte Kirchhoff klar, dass die Firmen in NRW voll und ganz hinter dem Prinzip der sozialen Marktwirtschaft stehen. Die Schuld für die wirtschaftliche Misere werde nicht den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zugeschoben. Niemand plane auch nur ansatzweise einen Kahlschlag im Sozialen. Doch wer sich jetzt gegen Anpassungen sperre, riskiere den Wohlstand und die gesellschaftliche Sicherheit.

Unternehmer NRW fungiert als Spitzenorganisation für die Unternehmerverbände des Bundeslandes. Der Verband repräsentiert die Belange von circa 80.000 meist mittelständischen Firmen, die zusammen ungefähr drei Millionen Menschen beschäftigen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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