Lecks an Nord Stream 1 und 2 Kreml beschuldigt Washington der Anschläge auf Pipeline: „Ist offensichtlich“

Das von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik via AP veröffentlichte Bild zeigt Wladimir Putin, Präsident von Russland, bei einem Treffen mit den Delegationsleitern der 18. Konferenz.

Das von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik via AP veröffentlichte Bild zeigt Wladimir Putin, Präsident von Russland, bei einem Treffen mit den Delegationsleitern der 18. Konferenz, aufgenommen am 29. September. 

Nach der Entdeckung von vier Lecks an den Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2, hat der Moskauer Kreml einen Hauptverdächtigen ausgemacht. Nach der Ansicht der russischen Behörden soll die USA „Sabotage“ betrieben haben. 

Die russische Führung hat eine Aufklärung der mutmaßlichen Sabotage an der Ostseepipeline Nord Stream gefordert und die USA als Hauptverdächtigen dargestellt.

„Es ist aber offensichtlich, dass der Hauptnutznießer (der Pipeline-Explosionen), vor allem wirtschaftlich, die USA sind“, sagte der Sekretär des nationalen Sicherheitsrates, Nikolai Patruschew, der Nachrichtenagentur Interfax zufolge am Freitag auf einer Sitzung mit den Geheimdienstchefs der GUS-Staaten.

Nord Stream 1 und 2: Moskau macht Washington für Lecks verantwortlich

Patruschew warf dem Westen vor, sofort nach Bekanntwerden der Lecks eine Kampagne gegen Russland gestartet zu haben. Daher sei es nötig, die Kooperation der Geheimdienste innerhalb der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), ein loser Staatenverbund ehemaliger Sowjetstaaten, zu vertiefen und die „Auftraggeber und Erfüllungsgehilfen des Verbrechens“ zu enthüllen. Seit der Nacht zum Montag wurden insgesamt vier Lecks an den Pipelines Nord Stream 1 und 2 festgestellt. Die Nato geht von Sabotage aus.

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Patruschew sprach sich bei der Sitzung zudem dafür aus, gemeinsam gesetzlich gegen vom Westen kontrollierte Nichtregierungsorganisationen (NGO) und Medien vorzugehen. Dies diene unter anderem dazu, Revolutionen zu vermeiden. „Russland hat die entsprechende Erfahrung und ist bereit, sie zu teilen“, bot er an.

Russland hat in den vergangenen Jahren konsequent, die Pressefreiheit eingeschränkt und eine immer größere Anzahl von NGOs verboten. Patruschew, einst russischer Geheimdienstchef, gilt als langjähriger Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putin.

Russischer Geheimdienst: Moskau verfügt über Beweise für „westliche Spur“

Der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergej Naryschkin, behauptete unterdessen, Moskau verfüge über Material, das auf eine „westliche Spur“ bei der Organisation und Durchführung der „Terroranschläge“ auf die Nord Stream-Pipelines hinweise. Er beschuldigte den Westen, „alles zu tun, um die wahren Urheber und Organisatoren dieses internationalen Terrorakts zu verbergen“.

Der „kollektive Westen unter Führung der USA“ unternehme alles, um seine Hegemonie zu erhalten, sagte Naryschkin nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen weiter. Dadurch gerate die internationale Sicherheitsarchitektur aus dem Gleichgewicht, und weltweit erhöhe sich das Konfliktpotenzial. (dpa)

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