Nach Putins Ankündigung USA schicken Kriegsschiffe vor die norddeutsche Küste

Das amphibische Angriffsschiff USS Kearsarge (vorne, hier auf einem Archivfoto von 2019 im Arabischen Meer) passierte einem Medienbericht zufolge die dänische Nordspitze bei Skagen – und nahm Kurs auf den Großen Belt.

Das amphibische Angriffsschiff USS Kearsarge (vorne, hier auf einem Archivfoto von 2019 im Arabischen Meer) passierte einem Medienbericht zufolge die dänische Nordspitze bei Skagen – und nahm Kurs auf den Großen Belt. 

Nachdem Putin am Sonntag in St. Petersburg eine neue Marine-Doktrin angekündigt und damit eine weitere Kampfansage an den Westen gemacht hatte, reagierten die USA laut Medienberichten mit der Entsendung von Kampfverbänden in die Gewässer vor Norddeutschland. 

Wladimir Putins Ansage am Wochenende hatte es in sich: Der russsiche Präsident hat eine neue Militärdoktrin für die Kriegsmarine des Landes in Kraft gesetzt. Darin seien festgelegt: Russlands Seegrenzen.

„Den Schutz werden wir hart und mit allen Mitteln gewährleisten“, betonte der Kremlchef. Vor allem die USA und die Nato werden erneut als Gefahren für Russlands Sicherheit genannt. Eine Kampfansage. 

Putin kündigt neue Militär-Doktrin an, USA reagieren mit Entsendung von Schiffen

Russland hatte zuletzt auch verstärkt Präsenz in der Ostsee gezeigt, schickte Atom-U-Boote auf eine Durchfahrt. Mitte Juli hatte Putin zwei U-Boote, ein Landungsschiff, einen Zerstöre und eine Fregatte aus Murmansk in die Ostsee geholt. Im Großen Belt habe das deutsche Müllsammelschiff „Seekuh“ vor einigen Tagen laut Medienberichten das gewaltige Atom-U-Boot „Vepr“ gesichtet.

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Nun reagieren die USA und entsenden Kampfverbände vor die norddeutsche Küste. 

Wie die „Kieler Nachrichten“ berichten, habe die US Navy eine komplette amphibische Kampfgruppe mit drei Schiffen und über 4000 Soldatinnen und Soldaten an Bord in die Gewässer vor Norddeutschland verlegt.

Auch Militär-Beobachter werteten die Maßnahme als Reaktion der USA auf die verstärkte Präsenz Russlands im Baltikum. Sie soll ein klares Signal an Putin sein. 

USA und Nato: Kriegsschiffe in der Ostsee – Muskelspiele mit Russland

Dem Bericht nach passierte der amphibische Angriffsträger „Kearsarge“ die dänische Nordspitze bei Skagen – und nahm Kurs auf den Großen Belt. Das Docklandungsschiff „Arlington“ sei ebenfalls in der Kampfgruppe gewesen, es habe sich aus dem Mittelmeer auf den Weg gemacht.

Am Sonntag habe sich bereits das Docklandungsschiff „Gunston Hall“ den Weg in die Ostsee gefunden. An Bord der drei Schiffe: die 22. Marine Expeditionary Unit, eine Kampfeinheit der US-Marine-Infanterie, Landungsboote, Panzer, Hubschrauber.

Damit befindet sich erstmals in der Geschichte der Nato eine komplette Amphibious Ready Group (ARG) der US Marine in der Ostsee. Die Nato hat dem Bericht nach ebenfalls einen Einsatzverband mit mehreren Schiffen in der Ostsee positioniert. Diese liegen derzeit in Kiel. (mg)

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