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Marine in LauerstellungMinister will bei Einsatz-Befehl keine Zeit mehr verlieren

Boris Pistorius

Copyright: Christian Charisius/dpa

«Unsere Marine ist richtig gut darin, Minen aufzuspüren und zu räumen»: Boris Pistorius bereitet einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus vor. (Archivbild)

Marine vor Hormus-Einsatz? Pistorius schickt Schiffe los

Deutsche Marine vor Krisen-Einsatz? Pistorius schickt Schiffe los. Die Lage in der Straße von Hormus ist brandgefährlich. Jetzt reagiert Verteidigungsminister Pistorius: Er lässt deutsche Kriegsschiffe ins Mittelmeer verlegen. Ein Einsatz unter Hochspannung rückt näher.

Um für eine mögliche Mission in der Meerenge von Hormus gewappnet zu sein, hat der Verteidigungsminister Boris Pistorius die Entsendung deutscher Marinekräfte ins Mittelmeer bekannt gegeben. „Wir werden einen Minensucher ins Mittelmeer verlegen und ihm ein Führungs- und Versorgungsschiff zur Seite stellen“, äußerte der Politiker der SPD gegenüber der „Rheinischen Post“. Einen exakten Termin für den Start nannte er allerdings nicht.

Die Meerenge ist wegen des Iran-Konflikts momentan gesperrt. Zwischen dem Iran und Oman gelegen, ist sie eine entscheidende Route für den Öltransport – die Sperrung ist eine schwere Belastung für die globale Wirtschaft.

Pistorius machte deutlich, dass eine Mission erst dann stattfinden kann, wenn die Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels gegen den Iran beendet sind. Er wies auch darauf hin, dass für einen solchen Einsatz die Zustimmung des Bundestags nötig ist. „Um Zeit zu sparen, haben wir uns entschieden, einen Teil der deutschen Einheiten frühzeitig ins Mittelmeer zu verlegen, um dann – nach Mandatsbeschluss – keine weitere Zeit zu verlieren.“

Merz brachte deutsche Beteiligung ins Spiel

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte die Idee geäußert, dass die Bundesrepublik sich an einer internationalen Militäraktion zur Absicherung der Schifffahrt in der Hormus-Straße beteiligen könnte. Vor rund einer Woche wurde laut dpa aus Regierungskreisen bekannt, dass die Bundeswehr Minenjagdboote, ein Versorgungsschiff und Luftaufklärung beisteuern könnte.

„Unsere Marine ist richtig gut darin, Minen aufzuspüren und zu räumen“, so Pistorius. „Das könnten wir leisten, um in der Meerenge von Hormus zu einer freien und sicheren Schifffahrt und Navigation beizutragen.“ Um diese Unterstützung zu gewährleisten, „werden wir das Engagement an anderer Stelle temporär sinnvoll und mit den Partnern abgestimmt reduzieren“.

Bezüglich der rechtlichen Grundlage für eine solche Operation schlug Pistorius als „angemessene und denkbare Option“ vor, das EU-Mandat für die Marine-Mission „Aspides“ im Roten Meer auszuweiten. „Ein UN-Mandat wäre sicher besser, ist aber im Augenblick nicht wahrscheinlich.“

Hormus-Blockade trifft die Weltwirtschaft

Ein von Frankreich und Großbritannien angeführtes internationales Bündnis trifft Vorbereitungen für einen eventuellen Marineeinsatz nach dem Ende der Feindseligkeiten. Aktuell laufen diplomatische Gespräche für eine friedliche Konfliktlösung – doch bei einem Misserfolg drohen die USA und Israel mit neuen Angriffen auf den Iran.

Minenjagdboote

Copyright: Marcus Brandt/dpa

Die Minenjagdboote der Marine sind in Kiel stationiert. (Archivbild)

Die Flotte der Deutschen Marine umfasst zehn Minenjagdboote, die zur Frankenthal-Klasse gehören und ihren Stützpunkt in Kiel haben. Diese Einheiten sind mit Drohnen bestückt, die mit unterschiedlichen Methoden Objekte wie Minen finden können. Im Anschluss können speziell ausgebildete Minentaucher die Sprengsätze entschärfen. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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