Erneuter Lockdown? Klingbeil gibt Corona-Kampfansage bei „Maischberger“

Lars Klingbeil bei „Maischberger. Die Woche“ in der Sendung.

Lars Klingbeil bei „Maischberger. Die Woche“ in der Sendung.

Wird es doch noch einen Lockdown in Deutschland geben? SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil wollte bei „Maischberger. Die Woche“ „kein Mittel ausschließen“.

Der Druck auf die Ampel-Parteien wächst. Die Corona-Lage spitzt sich auch in Deutschland immer weiter zu. Bei „Maischberger. Die Woche“ meldete sich nun der designierte SPD-Parteichef Lars Klingbeil mit einer Kampfansage zu Wort.

Bislang wurde in der Bekämpfung der vierten Welle der Begriff „Lockdown“ vorsichtig umschifft. Aufgrund der Impfkampagne könne ein weiterer Lockdown vermieden werden. Auch die Ampel-Parteien hatten die Corona-Notbremse bislang nicht als Option auf den Tisch geholt.

Klingbeils Aussagen am Mittwochabend (24. November) bei „Maischberger“ klingen jedoch nach einem Richtungswechsel. Von Zurückhaltung ist zumindest wenig zu hören.

Man habe nun neue Maßnahmen beschlossen, zu deren Wirksamkeit sich auch viele Experten optimistisch gezeigt hätten, so Klingbeil. Das Ende der Fahnenstange habe man mit diesen 2G- und 3G-Regeln aber noch nicht erreicht, ließ auch der SPD-Chef durchscheinen.

SPD-Generalsekretär Klingbeil bei „Maischberger“: „kein Mittel ausschließen“

Man werde nun abwarten und streng beobachten, wie gut diese Maßnahmen wirklich greifen und die Inzidenzen runtergehen. „Aber wenn wir sehen, dass das nicht der Fall ist, dann wird auch diese neue Regierung kein Mittel ausschließen, damit wir die Menschen vernünftig durch die nächsten Monate bringen“, so Klingbeil im Gespräch mit ARD-Moderatorin Sandra Maischberger.

Die Menschen zu schützen, sei „die höchste Aufgabe, die eine Regierung hat“.

Corona-Lage dramatisch – Kanzlerin Angela Merkel legt Lockdown nahe

Die Zahl der Corona-Toten hat am Mittwoch (24. November) mit über 100.000 eine traurige Marke überschritten. Die Sieben-Tage-Inzidenz erreichte mit 419,7 erneut einen neuen Höchststand seit Beginn der Pandemie.

Aufgrund der drohenden Überlastung des Gesundheitswesens hatte die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeschlagen, die Maßnahmen noch einmal deutlich zu verschärfen. Sie soll am Dienstagabend (23. November) den Spitzen der Ampel-Parteien angeboten haben, eine gesetzliche Notbremse oder klare Lockdown-Vereinbarungen mit den Ländern zu treffen. (jv)

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