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Nächster Klima-Protest „Letzte Generation“ auf dem Brandenburger Tor – Polizei klettert hinterher

Aktivisten der Gruppe "Letzte Generation" haben das Brandenburger Tor in Berlin besetzt und ein Transparent aufgehangen.

Aktivisten der Gruppe 'Letzte Generation' haben am 9. November 2022 das Brandenburger Tor besetzt und ein Transparent aufgehangen.

Zwei Klima-Aktivistinnen der „Letzten Generation“ sind am Mittwoch auf das Brandenburger Tor gestiegen. Unterdessen gibt es neue Vorwürfe gegen die Gruppe.

Seit dem Tod einer Radfahrerin in Berlin reißt die Kritik an der „Letzten Generation“ nicht ab. Nun sind zwei Aktivistinnen auf das Brandenburger Tor in Berlin geklettert, um dort zu protestieren. 

Die beiden Frauen hängten am Mittwochmorgen (9. November 2022) auf dem Tor ein Transparent auf, auf dem unter anderem stand: „Wir wünschen uns ein Überleben für alle.“

„Letzte Generation“ auf dem Brandenburger Tor

Eine Aktivistin rief in ein Megafon: „Wir rasen weiter ungebremst in die Klimakatastrophe. Wenn wir überleben wollen, dann müssen wir jetzt zusammenkommen und handeln.“ Die Protestgruppe teilte zu der Aktion auf Twitter mit, sie rufe am Tag des Mauerfalls zum Zusammenhalt auf.

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Die Gruppe fordert mehr Maßnahmen gegen die Klimakrise. Sie blockiert seit Jahresbeginn immer wieder Autobahnausfahrten und Kreuzungen und protestiert zudem mit anderen medienwirksamen Aktionen.

Die Polizei schickte am Mittwoch ein Höhenretter-Einsatzteam, mehrere Polizisten bestiegen dann am Vormittag ebenfalls das Brandenburger Tor. Sie sollten einer Sprecherin zufolge Kontakt zu den Demonstrantinnen aufnehmen und sie wieder sicher von dem Tor herunterbringen.

„Letzte Generation“: 17 Rettungswagen behindert

Unterdessen wurde bekannt, dass in Berlin durch die Straßenblockaden der Protestgruppe seit Sommer in bisher 17 Fällen Rettungswagen bei Blaulichtfahrten behindert wurden. Das teilte der Senat auf eine Anfrage der FDP mit, über die zuerst der „Tagesspiegel“ berichtete.

In einigen Fällen ging es demzufolge auch um die Wiederbelebung von Notfall-Patienten durch einen Notarzt. In 13 Fällen stellte die Feuerwehr ein verspätetes Eintreffen und eine Einsatzverzögerung wegen Klimaaktivisten fest. Zweimal mussten andere Rettungswagen alarmiert werden. In zwei weiteren Fällen standen Fahrzeuge mit Patienten auf dem Weg in Krankenhäuser im Stau.

Zuletzt war die „Letzte Generation“ im Zusammenhang mit dem Tod einer Radfahrerin in Berlin heftig in die Kritik geraten. Die 44-jährige Frau war am 31. Oktober von einem Betonmischer überrollt worden und wenige Tage später gestorben. Ein Spezialfahrzeug der Feuerwehr, das helfen sollte, die Verletzte zu befreien, steckte in einem Stau, der von dem Klima-Protest ausgelöst worden sein soll. Medienberichten zufolge hatte der verspätete Wagen nach Einschätzung der Notärztin vor Ort aber keine Auswirkungen auf die Rettung.

Politiker der Union machten sich zuletzt für Strafverschärfungen für Aktivisten stark, die Straßen blockieren oder in Museen Kunstwerke attackieren. (dpa)

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