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Nach „Lächerlich“-AttackeMerz mit deutlicher Ansage an Trump: „Vor niemandem verstecken“

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) diskutiert beim G7-Gipfel im Juni 2026 mit  US-Präsident Donald Trump (r).

Copyright: Christian Hartmann/Pool Reuters/AP/dpa

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) diskutiert beim G7-Gipfel im Juni 2026 mit  US-Präsident Donald Trump (r).

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat mit deutlichen Worten auf eine Aussage von US-Präsident Donald Trump reagiert. Der nannte die Verteidigungsausgaben europäischer Partner „lächerlich“.

Deutliche Worte von Friedrich Merz. Der Bundeskanzler hat die scharfe Kritik von US-Präsident an den deutschen Beiträgen für die Nato zurückgewiesen.

Deutschland verdoppele gerade seinen Verteidigungsetat innerhalb vier Jahren, sagte der CDU-Vorsitzende nach einem Treffen mit den baltischen Staats- und Regierungschefs in Berlin. „Das ist die größte Kraftanstrengung, die wir jemals gemacht haben, um unsere Verteidigungsfähigkeit zu stärken. Insofern brauchen wir uns hier vor niemandem zu verstecken.“

Kanzler Merz: „Das sollte jeder anerkennen“

Das werde er beim Gipfel in Ankara am 7. und 8. Juli „auch in aller Bescheidenheit zum Ausdruck bringen“, betonte Merz. Die Europäer im transatlantischen Bündnis seien entschlossen, ihren Beitrag zur Verteidigung der Nato zu leisten. „Und das sollte jeder anerkennen, der sich mit diesen Zahlen auch beschäftigt.“

Kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara hatte Trump am Donnerstag die deutschen Verteidigungsausgaben auf der Plattform Truth Social als „lächerlich“ bezeichnet. Er kritisierte auch andere Nato-Verbündete wie Großbritannien und Italien. Dem US-Präsidenten ist es schon länger ein Dorn im Auge, dass die USA in absoluten Zahlen die mit Abstand höchste Verteidigungsausgaben im Bündnis leisten. Die Kluft wird aber kleiner.

Unter dem Eindruck von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und auf Drängen Trumps hatte die Nato im vergangenen Jahr beim Nato-Gipfel in Den Haag vereinbart, künftig mindestens einen Betrag in Höhe von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung zu investieren. Hinzukommen sollen dann noch einmal 1,5 Prozent für verteidigungsrelevante Ausgaben, etwa Infrastruktur.

Insgesamt sollen so spätestens ab 2035 jährlich 5 Prozent des BIP in Verteidigung und Sicherheit investiert werden - so viel wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. In Deutschland sollen die Verteidigungsausgaben bis 2029 auf 3,5 Prozent des BIP anwachsen. (dpa)

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