Abo

Nach 8 Jahren ist Schluss mit lustigKult-Känguru ist zurück – und nimmt sich Söder, Merz und die AfD vor

Marc-Uwe Kling

Copyright: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Autor Marc-Uwe Kling wurde durch seine Känguru-Geschichten bekannt. (Archivbild)

Es klopft wieder an die Tür! Das Warten hat ein Ende, das berühmte Beuteltier ist wieder da. Doch diesmal ist es anders: politischer, zorniger. Marc-Uwe Klings neues Werk ist eine gnadenlose Abrechnung.

Alles begann vor 17 Jahren, als das linke Beuteltier nur Zutaten für Pfannkuchen wollte. Heute, im mittlerweile fünften Teil namens „Die Känguru-Rebellion“, sind die Themen globaler. Die lange Pause von acht Jahren ist vorbei, neue Abenteuer warten.

Aufstand „gegen die Zustände“

Die Ansage des Beuteltiers ist unmissverständlich: „Ich rebelliere“. Auf die Frage nach dem Warum folgt die simple Antwort: „Gegen die Zustände.“ Das ist das Signal für eine Generalabrechnung mit allem, was dem Schöpfer Marc-Uwe Kling ein Dorn im Auge ist. Laut dpa wird auf knapp 280 Seiten ordentlich ausgeteilt.

Die Liste der Kritisierten ist lang: Bayern-Chef Markus Söder und CDU-Boss Friedrich Merz kriegen ebenso eine verbale Klatsche wie die AfD. Auch Tech-Milliardäre à la Elon Musk, das Finanzwesen und der Fernseh-Talker Markus Lanz bleiben nicht verschont. All das verkündet das Känguru ungebeten, gemütlich eine Schnapspraline nach der anderen in seiner Hängematte verdrückend.

Mehr Politik, weniger Schenkelklopfer

Ist also alles beim Alten geblieben? Nicht ganz. Die Gangart ist merklich politischer. Das schmälert hier und da den Witz, zum Beispiel wenn das Beuteltier im „Rebellions-Pottkaast“ über das große Ganze philosophiert oder einer AfD-Politikerin ins Wort fällt.

Es wird klar, dass Klings Auseinandersetzung mit der Digitalisierung und KI aus seinen jüngsten Werken wie „QualityLand“ Spuren hinterlassen hat. Diese Inhalte finden jetzt ebenfalls ihren Weg in den Kosmos des Kängurus.

Überraschung im Anhang: Die knallharten Fakten

Dennoch kommt der charakteristische Humor nicht zu kurz. Denn wer stellt sonst so unterhaltsam die Frage, ob man mit Gemüse beleidigen kann? Oder wie sich Kopfkissen, gefüllt mit Flusen aus dem Bauchnabel, an den Mann bringen lassen?

Die eigentliche Überraschung wartet jedoch am Ende des Buches: ein „Anhang für Faktenfreunde“. In diesem Teil präsentiert Kling harte Zahlen, die verdeutlichen, wie eng Fiktion und Wirklichkeit beieinanderliegen. Spoiler: Durch Luftverunreinigung gibt es global 4,2 Millionen frühzeitige Todesfälle, und im Jahr 2024 überstieg die Zahl verkaufter Ferraris die der Wasserstofffahrzeuge.

Die frischen Erzählungen bieten eine vertraute Mischung aus trockenem Humor, Gesellschaftskritik und einem brandaktuellen Streifzug durch den Irrsinn der Gegenwart. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

US-Präsident Donald Trump spricht am 11. März zu Reportern nach seiner Ankunft mit der Air Force One auf der Joint Base Andrews.

Nahost-Krieg

Trump: „Sind so ziemlich am Ende der Fahnenstange“