Krasse Anklage: Brüder umgingen Russland-Sanktionen.
Krumme Russland-GeschäfteBrüder aus Oelde sollen mit Tricks EU-Sanktionen umgangen haben

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An Landgericht Münster beginnt ein Prozess um das Umgehen von EU-Sanktionen. Dabei sollen Maschinenbauteile nach Russland ausgeführt worden sein. (Archivbild)
Vor dem Landgericht in Münster hat am Freitag ein Prozess gegen zwei Geschwister aus Oelde begonnen. Die Anklage ist heftig: Die 34 und 39 Jahre alten Männer stehen im Verdacht, als Chefs eines Unternehmens bewusst die Strafmaßnahmen der EU missachtet zu haben.
Ihnen wird vorgeworfen, illegal Produkte nach Russland geliefert zu haben. Eine krasse Aktion, die jetzt vor Gericht landet.
Krasse Tarnung: Lieferungen für 833.000 Euro?
Für die Tarnung ihrer verbotenen Ausfuhren sollen die Geschwister im Zeitraum von 2023 bis 2024 ein System von Scheinfirmen in Kirgistan und der Türkei aufgebaut haben. Auf diese Weise kamen die Güter, hauptsächlich aus der Maschinenbaubranche, zu ihrem wahren Bestimmungsort.
Die Behörden deckten bei ihren Nachforschungen ganze 65 Lieferungen auf. Der Wert der geschmuggelten Produkte summiert sich auf einen stattlichen Betrag von fast 833.000 Euro.
Familien-Clan am Werk? Vater ebenfalls im Visier
Was die Sache besonders heikel macht: Die zwei Beschuldigten sollen das Ganze nicht alleine durchgezogen haben. Laut Gerichtsangaben agierten sie zusammen mit ihrem Vater. Ein gesondertes Verfahren läuft gegen ihn.
Den Brüdern war demnach völlig bewusst, dass die Güter über die Tarnfirmen unmittelbar zu den echten Abnehmern in Russland gelangten. Die EU will mit den harten Exportverboten die Fähigkeit Russlands einschränken, den Angriffskrieg gegen die Ukraine weiterzuführen. (Az.: 71 KLs 1/26) (dpa/red)
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