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KI-Boss rechnet abNach Fusion mit deutscher Firma: Was Europa im KI-Rennen fehlt

Deutsch-kanadische Partnerschaft für KI

Copyright: Michael Kappeler/dpa

Der Cohere-Chef will die Präsenz in Deutschland ausbauen.

KI-Beben in Deutschland: Aleph Alpha ist jetzt kanadisch.

Ein Beben erschüttert die deutsche Tech-Welt: Der kanadische KI-Spezialist Cohere kauft das Heidelberger Start-up Aleph Alpha. Obwohl die Firmen es als „transatlantischen Fusion“ bezeichnen, ist es faktisch ein Kauf. So wird ein neuer KI-Gigant jenseits der Vereinigten Staaten geformt.

Aber was heißt das jetzt für Deutschland? Viele haben Angst, dass deutsches Know-how einfach verkauft wird. Die beiden Unternehmen haben das Ziel, „eine sichere Alternative für den KI-Einsatz in regulierten Branchen schaffen“. Angesprochen werden damit keine Privatleute, sondern Behörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen, etwa aus den Bereichen Finanzen, Verteidigung oder dem Gesundheitssektor. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) kommentierte die Vorhaben mit den Worten: „Es wird ein globaler KI-Champion entstehen“.

Cohere-Boss gibt Standort-Garantie für Deutschland

Nun äußert sich Aidan Gomez, der Chef von Cohere, und sendet eine deutliche Nachricht an alle, die sich um die Zukunft der KI in Deutschland sorgen. Bei einem Gespräch mit der dpa während einer Technologie-Konferenz in Heilbronn stellte er klar: Deutschland wird als zweiter Hauptsitz der Firma bestehen bleiben.

„Wir wollen die Talente unbedingt in Deutschland halten, und wir möchten unsere Präsenz in Deutschland weiter ausbauen, um die Welt zu bedienen“, erklärte Gomez. Geplant seien zwei Unternehmenszentralen, eine in Kanada und die andere in Deutschland. „Wir werden die Unterstützung der kanadischen und der deutschen Regierung haben, zwei der wichtigsten Akteure innerhalb der G7.“

„Es muss ein Kulturwandel stattfinden“

Gomez liefert aber auch eine schonungslose Einschätzung für Europa. Der Kontinent habe im globalen Ringen durchaus Chancen. „Es gibt einfach die Furcht, dass wir nicht fähig sind. Und das ist es, was uns zurückhält“, so der Chef von Cohere. Und hier kommt die Überraschung: Er glaubt, dass es Europa weder an fähigen Leuten, noch an Firmen oder Geld mangelt.

Es mangele stattdessen an Entschlossenheit und Selbstbewusstsein. „Wir brauchen die Willenskraft und den Glauben an uns selbst, um Ressourcen in Projekte zu stecken und sie auszuweiten, und genau das hat in den letzten 25 Jahren gefehlt. Es muss ein Kulturwandel stattfinden.“ Die Ambition seiner Firma sei es, weltweit mitzuspielen.

Warum die deutsche KI-Hoffnung am Ende strauchelte

Gegründet im Jahr 2019 in Heidelberg, zählte Aleph Alpha lange Zeit zu den wichtigsten deutschen Firmen auf dem Feld der Künstlichen Intelligenz (KI). Doch bei dem rasanten und kostspieligen Wettlauf um große Sprachmodelle zog das Unternehmen schlussendlich den Kürzeren gegen Riesen wie die Macher von ChatGPT, Google und Meta. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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