Karl Lauterbach Eindringliche Warnung – er stellt die alles entscheidende Frage

Karl Lauterbach wandte sich bei der Pressekonferenz in Schwerin mit eindringlichen Worten an die Bevölkerung.

Karl Lauterbach wandte sich bei der Pressekonferenz in Schwerin mit eindringlichen Worten an die Bevölkerung.

Karl Lauterbach hat sich am Rande eines Termins in einem Impfzentrum in Schwerin mit einem Live-Statement zur aktuellen Corona-Situation geäußert. 

Wie ist die Impf-Situation in Deutschland? Und wie steht es um eine allgemeine  Impfpflicht?

Am Montag war Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zu seinem Antrittsbesuch in Mecklenburg-Vorpommern. In Schwerin besuchte er mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ein Impfzentrum. Im Anschluss gab Lauterbach gemeinsam mit Schwesig ein Statement ab. 

Corona-Statement: Karl Lauterbach mit eindringlicher Warnung

Lesen Sie das Statement von Karl Lauterbach hier im Ticker. Der neueste Eintrag steht immer oben:

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  • Zur niedrigen Impfquote sagte Lauterbach: „Ich habe selbst auch drei Impfungen persönlich durchgeführt, um darauf hinzuweisen, wie wichtig die Maßnahme ist. Wir machen das nicht aus Schikane, sondern darum, die Menschen zu schützen. Irgendwann müssen wir uns die entscheidende Frage stellen: Wollen wir so weitermachen oder wollen wir das Ganze jetzt in 2022 beenden? Das ist dann der Punkt für die Impfpflicht.“
  • Es sei seine Pflicht als Gesundheitsminister, die Maßnahmen zu ergreifen, um die Bevölkerung zu schützen. Deshalb sei eine Impfpflicht aus seiner Sicht unumgänglich, so Lauterbach. Zwar komme die Impfpflicht für die Omikron-Abwehr zu spät, dennoch sei es für einen Weg aus der Pandemie eine notwendige Maßnahme.
  • „Ich warne davor, Omikron zu unterschätzen. Gerade Ungeimpfte können auch an dieser Corona-Variante noch schwer erkranken“, erklärt Lauterbach. Erneut brach der Minister eine Lanze für das Impfen.
  • „Die Situation schätze ich weiter angespannt ein. Wir stehen vor dem eigentlichen Schub auf die Intensivstationen. Die Älteren werden noch kommen und dann kommt auch der Run auf die Krankenhäuser“, so Lauterbach.
  • Lauterbach: „Möglicherweise müssen wir die Maßnahmen in der nächsten Zeit noch einmal verschärfen. Bislang greifen die aktuellen Kontaktbegrenzungen aber noch gut.“
  • Auch Lauterbach betont die lange und vertrauliche Zusammenarbeit zwischen ihm und Manuela Schwesig.
  • Schwesig bedankt sich bei Lauterbach dafür, dass er zu Beginn seiner Amtszeit eine Impfinspektion durchgeführt hat. Dadurch sei man nun in der Situation, über mehr Biontech-Impfstoff zu verfügen und einen klaren Impfplan fahren zu können.
  • Sowohl Karl Lauterbach als auch Manuela Schwesig bekennen sich zu der Überzeugung: „Nur mit dem Impfen und Boostern kommen wir durch die Pandemie.“
  • Ministerpräsidentin Manuela Schwesig begrüßt Gesundheitsminister Karl Lauterbach und erinnert an lange Zusammenarbeit in der Corona-Pandemie.
  • Die Pressekonferenz am Rande eines Termins in einem Impfzentrum in Schwerin ist um 17.12 Uhr gestartet.

Lauterbach will weiter keinen Vorschlag zur Impfpflicht machen

Unterdessen will Karl Lauterbach weiter keinen eigenen Vorschlag für eine allgemeine Impfpflicht ausarbeiten. „Als Bundesgesundheitsminister muss man respektieren, wenn eine Entscheidung eine Gewissensentscheidung des Parlaments ist. Dann machen die Abgeordneten Vorschläge und nicht der Minister oder die Ministerin“, sagte Lauterbach am Montag in Schwerin.

Lauterbach kommentierte auch die Aussagen des Virologen Christian Drosten, der in der milder verlaufenden Omikron-Variante eine Chance sieht und im „Tagesspiegel am Sonntag“ davon sprach, dass sich alle Menschen früher oder später mit Sars-CoV-2 infizieren müssen. Der SPD-Politiker bewertet die Aussage Drostens nicht als Parteinahme für oder gegen eine Impfpflicht. Der Wissenschaftler der Berliner Charité hatte zudem auf die Bedeutung der Impfung vor allem für Ältere hingewiesen. Genau diese Altersgruppe wolle Lauterbach nicht durch zu frühe Lockerungen gefährden.

Lauterbach betonte, dass er persönlich die Impfpflicht befürworte, da ansonsten im kommenden Herbst wieder eine Situation drohe, in der wie aktuell über Einschränkungen diskutiert werden müsse. Zu der Frage, ob die Impfpflicht angesichts der Omikron-Variante noch gebraucht wird, sagte er: „Ich bin fest davon überzeugt, wenn wir das Problem lösen wollen, auf eine saubere und sichere Art und Weise, dann ist die Impfpflicht der beste Weg.“ (dpa)

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