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Bei Markus Lanz Journalist spricht aus, was viele über Lauterbach denken

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Karl Lauterbach diskutiert bei „Markus Lanz” am Mittwochabend (24. März 2021) mit dem Journalisten Heribert Prantl. 

Hamburg  – Die wachsende Kritik an der Corona-Politik der deutschen Regierung zeichnete sich auch bei „Markus Lanz” am Mittwochabend (24. März) ab: Schon nach wenigen Minuten geriet SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach in eine hitzige Diskussion mit dem Journalisten Heribert Prantl.

  • „Markus Lanz” am 24. März 2021: Gäste diskutieren über deutsche Lockdown-Strategie 
  • Journalist Heribert Prantl kritisiert Bundesregierung für Corona-Maßnahmen
  • Karl Lauterbach verteidigt Corona-Strategie und dritten Lockdown 

Dieser warf der Regierung Ideenlosigkeit und nicht nachvollziehbare Maßnahmen bei der Corona-Bekämpfung vor. Als Markus Lanz den „Süddeutsche Zeitung”-Journalisten Heribert Prantl fragte, wie er zu den aktuellen Corona-Maßnahmen stehe, antwortete dieser: „Ich glaube nicht, dass die Beschlüsse, die wir jetzt sehen, so richtig sind.”

„Markus Lanz”: Karl Lauterbach verbreitet als Wissenschaftler keine Hoffnung

In Richtung Karl Lauterbachs, ebenfalls zu Gast in der ZDF-Talkshow, fuhr Prantl fort: „Ich bin ein Mann, der den Menschen Hoffnung geben möchte im Gegensatz zu Ihnen, Herr Lauterbach.” Vermutlich denken viele, Lauterbach sei Pessimist, wenn es um die Pandemie geht. Im Regelfall argumentiert er jedoch aus der wissenschaftlichen Sicht – da hat Hoffnung wenig verloren.

Diese Provokation von Prantl ließ Karl Lauterbach nicht auf sich sitzen. Er bezeichnete Prantls Beobachtungen als „nicht komplex genug” und rechtfertigte die aktuellen Corona-Maßnahmen. „Wir haben jetzt einen anderen Lockdown, weil wir jetzt ein anderes Virus haben”, so der gelernte Epidemiologe. Lauterbach gibt zu bedenken: „Das Virus ist jetzt ansteckender als vorher.”

Über eine Ausgangssperre oder einen Komplett-Shutdown – beides Optionen, die in der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag (22. März) diskutiert wurden – hätte man demnach vor einem Jahr noch nicht reden können. Doch nun sei die Lage anders, ernster. Schuld seien die gefährlichen Virus-Mutationen.

„Markus Lanz”: Karl Lauterbach erklärt, dass Mutationen viel ansteckender sind

„Wenn wir jetzt nichts Dramatisches unternehmen, dann haben wir Ende April Fallzahlen, die nicht mehr kontrollierbar sind”, so Lauterbach. Dazu komme, dass die neue Virus-Mutation B.1.1.7 nicht nur ansteckender, sondern auch gefährlicher sei als das ursprüngliche Virus. 

Trotzdem hält Prantl die Corona-Maßnahmen, mit denen die Bundesregierung den steigenden Fallzahlen begegnen möchte, für unangemessen. „Ich hätte weit individueller, weniger generalisierend entschieden”, erklärt er. „Ich will keine bundesweiten Regelungen, ich will konkretisierte Regelungen haben für bestimmte Regionen”, so Prantl weiter.

Neue Maßnahmen habe es auch keine gegeben. „Es gibt nichts Neues. Es gibt die Dinge, die im März letzten Jahres schon exekutiert worden sind. Die Leute sind enttäuscht von der Tatsache, dass die Politik reagiert und nicht agiert.“

„Markus Lanz”: Wissenschaft bei Corona-Bekämpfung zu einseitig?

An dieser Stelle wirft Moderator Markus Lanz ein, dass Karl Lauterbach als ausgebildeter Epidemiologe im vergangenen Jahr auch immer wieder seine Expertise unter Beweis gestellt habe. Von Heribert Prantl will er wissen: „Glauben Sie einem anerkannten Wissenschaftler wie Herrn Lauterbach, der in der Krise schon häufig richtig lag?”

Prantl reagiert entschieden: „Wenn es heißt, die Wissenschaft hat entschieden, dann heißt das bei Herrn Lauterbach letztendlich immer: seine Wissenschaft. Und wenn es um die Folgen vom Lockdown geht, um die Fragen, was ist richtig als Reaktion auf Corona, dann will ich ganz andere Wissenschaften noch mit einbezogen haben.” (ta)